Stoner Movies

Stoner Movies

Was ist das Stoner Movie Genre im Film?

Einfach gesagt ist das Stoner Movie Genre, einfach nur ein Subgenre des Comedy-Genres, welches sich durch einen starken Fokus auf Cannabis von anderen Comedy-Genres unterscheidet. Das wäre aber genauso, wie zu sagen, dass ein Action Film nur ein Action Film ist, wenn Bruce Willis in ihm spielt. Also, was definiert einen Stoner Film bzw. was sind die Schlüsselelemente, welche einen Film zu einem Stoner Movie machen? (Spoiler Alarm: es sind nicht nur psychedelische Aufnahmen).

Die Wahrheit ist, dass es zwar leicht ist zu definieren, was ein Stoner Film ist, aber schwer zu definieren was KEINER ist. Laut Wikipedia folgen Stoner Movies diesen Kriterien:

  • Drogenkonsum wird als humoristisch, satirisch und oft mit Slapstick Elementen dargestellt.
  • Beschaffung und Konsum von Cannabis.
  • Die Flucht vor Authoritätspersonen (Polizei, Familie, Mitarbeiter, Freunde etc.), welche ein Problem mit dem Konsum haben.
  • Enthält Buddy-Comedy Elemente (zwei Freunde, welche auf ein Abenteuer gehen).
  • Frauen sind meistens in Nebenrollen.

Auch wenn diese Kriterien für viele Filme des Stoner Genres anwendbar sind, lassen sie auch eine Menge außeracht z.B. Easy Rider, Fritz the Cat, Class of Nuke ‘em High, Super Troopers, Wet Hot American Summer, Paul oder Sausage Party.

All diese Filme gelten als Stoner Movies, aber das einzige, was die meisten von ihnen beinhalten, ist das Cannabiskonsum als humoristisch dargestellt wird. Etwas, was man aber auch über jeden Film nach 1960, in dem Cannabis konsumiert wird, sagen kann. Also bleibt die Fragen offen, was ist ein Stoner Movie?

Ich würde Stoner Movies in drei Kategorien einteilen.

  1. Puristische Stoner Movies– Welche sich an die Wikipedia Kriterien halten.
  2. Agnostische Stoner Movies– Welche normalen Cannabiskonsum enthalten, ihn aber nicht als Zentrum des Plots nehmen.
  3. Ungezwungene Stoner Movies– In welchen kein oder sehr wenig Cannabis verzehrt wird, welche aber trotzdem typische Stoner Protagonisten aufweisen oder sich extremer Beliebtheit in der Cannabis Kultur erfreuen.

Dies sind keine offiziellen Kategorien und ich würde mich nicht als Experten an die Wand stellen. Trotzdem helfen sie einem enorm dabei Filme, welche in der Cannabis-Kultur beliebt sind, zu kategorisieren. Außerdem ist diese Liste nicht vollständig, sondern enthält nur die wichtigsten Vertreter zum Zeitpunkt des Jahres 2020.

Es gibt nämlich auch eine Menge Filme, welche zuerst nicht als Stoner Movies gelten, welche aber mit der Zeit zu welchen wurden. Wie Reefer Madness, welcher zuerst als Anti-Weed Propaganda produziert wurde, aber seit mehreren Jahrzenten, von Stonern auf der ganzen Welt, satirisch angesehen wird. So sehr das es sogar ein Musical darüber gibt.

Oder Bill und Ted, welche alle Charakteristika eines Stoner Movies und Stoner Protagonisten innehaben, aber nie Cannabis verzehren. Sogar die Drehbuchautoren selbst sagten, dass die beiden eigentlich nicht als Kiffer gelten sollten.

Etwas was ich den Shaggy-Effekt nenne, wo ein Charakter zwar wie ein Kiffer erscheint, aber eigentlich nur als Dummerchen dastehen soll. Wie Shaggy aus Scooby-Doo, welcher vom Erschaffer der Serie, auch nicht als Kiffer angesehen wird. Weitere Beispiele dafür wären Waynes World und Dude, where is my car.

Unten habe ich eine kleine Liste an Filmen aufgestellt, welche in die oben genannten Kategorien passen. Sie sind nach Zeit geordnet und ich habe noch ein klein wenig Zeitgeschichte mit hinzugefügt, welche ein wenig Hintergrundwissen verschafft. Für genauere Analysen eines Films, gibt es in vielen Fällen sogar schon einen ausgearbeiteten Artikel auf Hanfseite.de. Falls du mehr über die Geschichte von Cannabis lernen willst, haben wir darüber auch eine Menge Artikel.

Stoner Movie
Ein rassistischer Anti-Weed Propaganda Film, über den man heute lacht

1930-1960

Der erste Film, in welchem Hanf gezeigt wurde, war 1924 Notch Number One oder High on the Range. Notch Number One war ein Anti-Hanf-Propaganda Film, in welchem ein netter, gutaussehender Cowboy des Teufels Salat einmal ausprobiert und schon wird aus ihm ein Killer. Was bei heutigen Standards mehr als übertrieben ist, wurde vor knapp hundert Jahren als wissenschaftlicher Fakt verkauft.

Hanfraucher sind sexsüchtige Junkies, Mörder und Wahnsinnige, welche lachend und kichernd ihre eigene Familie abschlachten würden, wenn das Grün es ihnen befehlen würde (außerdem macht es schwul, kein Scherz). Was mit High on the Range anfing, wurde unter dem Agenten Harry Anslinger und dem Hays Code zur Hetzjagd.

Der Hays Code war ein 1930 erschaffenes, aber mit der Gründung der PCA (Production Code Administration) durchgesetztes Regelwerk an Richtlinien, welches moralisch inakzeptables Verhalten in Filmen verbot, außer es diente zur Ermahnung. Dazu gehörten Obszönitäten, Vulgaritäten, Verbrechen, Morbidität, Gotteslästerung und natürlich Drogenkonsum.

In allen Filmen, welche vor den 50ern gedreht wurden, wird Cannabis deshalb als dämonisches Suchtmittel dargestellt, welches Kinder und Teenager bedroht. Unter dem Hays Code kamen noch weitere Propagandafilme in die Kinos: Marihuana, Assasin of Youth und der Titanic unter den Propagandafilmen: Reefer Madness. Voll mit erfundenen Informationen, Fake News und Übertreibungen, waren diese Filme nur dazu da, um Leute von dem bösen Verderber der Jungend fernzuhalten.

Das nächste Mal das Cannabis in einem Film gezeigt wurde, war 1958 in dem Film High School Confidential. Einem Anti-Drogen Musical, welches zeigt, wie ein Teenager stirbt, nachdem er von Cannabis auf Heroin umgestiegen ist.

Natürlich wurden weitere Fortschritte in den 50ern durch die Beat-Bewegung und in den 60ern durch die Hippie-Bewegung gemacht, aber das würde sich auf Musik und Kulturelles fokussieren und darüber kannst du noch mehr in unseren anderen Artikeln lesen.

Die meisten dieser Stoner Movies sollten eher als Scherz gesehen werden, denn keiner stellt Hanf in einem realen Licht dar. Ein Film, den man aber gucken kann, welcher in der Cannabis-Community beliebt ist, wäre Fantasia, welcher mit angenehmen visuals, an jedem Abend stimulierend wirkt.

Diese Filme haben in etwas das Niveau wie die Aufklärungsfilme über Drogen die man uns in der Schule in den ´70 gezeigt hat oder wie die CDU/CSU & Frau Ludwig sie noch heute produzieren lassen…

Puristischer Stoner MovieAgnostischer-Stoner MovieUngezwungener Stoner Movie
Reefer Madness Marihuana (1936)
Assassin of Youth (1949)
She should have said No! (1949)
The Narcotics Story (1958)
High School Confidential (1958)

Fantasie (1940)

1960-1970

Als nächstes gehen wir über in die 60er und 70er. Da Cannabis jetzt durch die alternativen, sozialen Bewegungen der Zeit, ein Zeichen des Widerstands wurde, veränderte sich auch seine Darstellung in Filmen. Vor allem in Filmen wie The Wild Angels und Easy Rider, wo freiheitssuchende Biker, als romantisierte Antihelden, Gras rauchend durch Amerika fuhren.

Stoner Movie
Easy Rider, der Kult-Stoner-Film der End ´60

1968s I Love You, Alice B. Toklas, ist eine Liebeskomödie (oder auch die erste Kiffer-Komödie), in welcher ein Geschäftsmann seine Frau am Altar verlässt, um mit einer Hippiebraut zusammen zu kommen. Obwohl der Film als eine Kritik gegenüber der Hippie-Bewegung gesehen werden kann, endet er doch ohne Wahnsinn oder Tod, was hier schonmal als Fortschritt gesehen werden kann. Übrigens war der Film basierend auf einem Kochbuch, welches in den letzten Kapiteln beschreibt, wie man Hanf Brownies bäckt.

Im gleichen Jahr wurde auch der Hays Code abgeschafft, denn die meisten Filme der Zeit (auch in Europa) kümmerten sich einfach nicht mehr darum, dass sie nicht mehr die Filme drehen durften, die sie wollten.

1969 kam dann Easy Rider raus, ein Road Movie der heute Kultstatus erreicht hat und der zwei Männer zeigte, wie sie kiffend durch das Amerikanische Ödland fahren. Der Film machte 60 Millionen und wird heutzutage als ein Konterkulturfilm gesehen, welcher das Nationalbild der Zeit zeigte. Hier sehen wir einen selbstbewussten Kiffer.

Ein Bild des rauchenden Protagonisten, das wir heute kaum noch zu sehen bekommen (eigentlich gar nicht mehr). Der starke Mann, der den Widerständen und der Unoffenheiten der Zeit trotzt.

Was auch schade ist, ist, dass es immer noch Filme gab, welche Cannabis dämonisierten, wie Maryjane und Megavixens. Beide sollten deshalb aber auch eher satirisch gesehen werden.

Puristischer Stoner MovieAgnostischer-Stoner MovieUngezwungener Stoner Movie
I Love You, Alice B. Toklas (1968)
Maryjane (1968)
Easy Rider (1969)
Megavixens (1969)
The Wild Angels (1966)
The Trip (1967)

1970-1980

1970 begann dann der Stoner Trope wie wir ihn heute kennen. In dem Erwachsenenanimationsfilm Fritz the Cat und The 9 Lives of Fritz the Cat wurden auch immer wieder kleine Lachgaszigaretten geraucht. Hier zwar eher als Satire der liberalen Bewegung und seinen oberflächlichen Aspekten, aber es war wenigstens etwas.

Stoner Movie

Dann kamen 1978 Cheech und Chong mit ihrem ersten Film raus und veränderten die Bildfläche des Stoner Movies für immer. Was als eines der größten amerikanischen Comedy-Duos gesehen werden kann, traf Kinozuschauer zum ersten Mal mit dem Film Up in Smoke. Die beiden zeigen uns hier das Bild eines ungefährlichen Kiffers. Zwei junge Männer, die konsequent auf der Suche nach Gras sind, aber anders als die vorher dargestellten Kiffer, nie irgendjemanden weh tun würden.

Der Stoner wurde hier zum Butt of the Joke (jemand, der es in Filmen immer abkriegt) und auch als Ausgestoßener der Gesellschaft gezeigt. 1980 kam dann Cheech und Chongs nächster Film raus mit dem Namen Cheech and Chongs Next Movie. Im gleichen Jahr wurde aber auch Where the Buffalo Roam mit Bill Murray veröffentlicht, welcher ein teils biographischer Film über Hunter S. Thompson ist, in welchem der drogenabhängige Autor auch mal gerne grüneren Tabak rauchte.

Puristischer Stoner MovieAgnostischer-Stoner MovieUngezwungener Stoner Movie
Cheech and Chong: Up in Smoke (1978)
Cheech and Chongs Next Movie (1980)
Beyond the Valley of the Dolls (1970)
Taking Off (1971)
Fritz the Cat (1972)
The 9 Lives of Fritz the Cat (1974)
Where the Buffalo Roam (1980)
Rockers (1978)

1980-1990

Als erstes kam 1981 Cheech and Chongs nächster Film raus „Nice Dreams“, in dem die beiden, als Eiswagenverkäufer getarnt, ihre jamaikanische Kräutermischung an ihre Mitmenschen verkauften.

Danach kam 1982 Fast Times at Ridgemont High (auf Deutsch: Ich glaub ich steh im Wald), ein Film über mehrere Schülercliquen, welche sich nicht nur vollrauchen lassen, sondern sich auch mit den Erwartungen der Gesellschaft und ihrer selbst auseinandersetzten müssen.

Der Film gibt uns eine gute Gelegenheit, um über einen weiteren Aspekt des Stoner Genres zu reden. Der Kifferfilm war sehr oft ein Sprungbrett für baldige Stars. Paul Reubens, welcher später Pewee Hermann wurde, arbeitete an Cheech und Chong Nice Dreams mit. Sean Penn, Nicolas Cage und Forest Whittaker spielten auch in Fast Times at Ridgemont High mit und das bevor aus ihnen große Namen wurde.

1985 kam dann „The Breakfast Club“ raus, ein Kultfilm über das Erwachsenwerden der 80er, wobei der Gebrauch von Cannabis natürlich nicht fehlen durfte. Die Szene wurde natürlich wieder mit mehreren Cliches des Stoners vollgestopft (und sogar einer Szene, wo ein Protagonist wie wild anfängt zu tanzen).

Cannabis rauchen wird in den 80ern eher als Jugendsünde dargestellt. Mehr Teil des Erwachsenwerdens für Außenseiter, als eine todbringende Droge, welche sich in die Herzen der Jugend frisst. In 1982s Poltergeist, ein Kult-Horrorfilm, zünden sogar die Eltern, Diana und Steven, einen Spliff.

Als dann aber unter dem amerikanischen Präsidenten Nixon und seinem Krieg gegen Drogen, Cannabis wieder stark verfolgt wurde, erschienen weniger Stoner Movies.

Stoner Movie
In den ´80 wurden die Stoner-Filme „lustiger“

1989 erschien dann Bill and Teds Excellent Adventure. Auch wenn die Autoren sagen das beide Charaktere keine Kiffer sein sollten, wird er immer noch als ein beliebter Stoner Movie angesehen. Aber warum? Genau wie im kommenden Waynes World, haben wir hier den Shaggy-Effekt, wo ein Charakter alle Merkmale eines Stoners hat, er aber im Film nie als solcher kategorisiert wird.

Puristischer Stoner MovieAgnostischer-Stoner MovieUngezwungener Stoner Movie
Cheech and Chong: Nice Dreams (1981)
Fast Times at Ridgemont High (1982)
Still Smokin (1983)
9 to 5 (1980)
Poltergeist (1982)
The Breakfast Club (1985)
Class of Nuke ‘Em High (1986)
Bill and Teds Excellent Adventure (1989)

1990-2000

Die 90er waren eine Renaissance für das Stoner Genre. Während die konservative Era Amerikas langsam abklang, kamen mehr Stoner Movies in die Kinos. Filmemacher, Schriftsteller und Schauspieler, welche die Kifferfilme der 90er und des folgenden Jahrzehnts drehten, waren diejenigen, welche mit Cheech & Chong und der ersten Welle von Kifferfilmen aufgewachsen sind.

Dazed and Confused kam 1993 raus. Ein Teenage Stoner Movie, welcher zeigte, wie das Leben eines Jugendlichen in den 70ern aussah und wieder ein Film mit einer Cast an zukünftigen und derzeitigen Stars: Matthew McConaughey, Mila Jovowich und sogar Ben Affleck.

Stoner Movies

Die Legalisierungsdebatte hatte begonnen und Hollywood Produktionen spürten den Einfluss. Sogar Bill Clinton sagte 1992, dass er schon einmal Pot geraucht hätte. Allein 1998 wurde eine Barage an Stoner Movies rausgebracht, welche bis zum heutigen Tage als essentielles Stoner Kino gelten: The Big Lebowski, Half Baked, Lock Stock and Two Smoking Barrels und Fear and Loathing in Las Vegas.

Ein Jahr später wurde dann American Beauty rausgebracht. In diesem Meisterwerk mit Kevin Spacey und Wes Bentley war Cannabis nicht nur ein Rauschmittel für Außenseiter. Es wurde als Ausweg aus dem Hamsterrad dargestellt, als ein Weg sich wieder mit seiner jüngeren und wilderen Seite zu verbinden.

Falls du die Zeit hast, dann würde ich auch Comic Stars gegen Drogen empfehlen (oder Cartoon All-Stars to the Rescue), welcher wahrscheinlich der letzte Anti-Weed Propagandafilm war.

Puristischer Stoner MovieAgnostischer-Stoner MovieUngezwungener Stoner Movie
Half Baked (1998)
Homegrown (1998)
Bongwater (1998)
Harvest (1998)
Homegrown (1998)
Grass (1999)
Freak talks about sex (1999)
Far Out Man (1990)
Slacker (1991)
Dazed and Confused (1993)
True Romance (1993)
The Stoned Age (1994)
PCU (1994)
Clerks (1994)
Mallrats (1995)
Kids (1995)
Friday (1995)
Hip Hop Hood – Im Viertel ist die Hölle los (1996)
Trainspotting (1996)
The Big Lebowski (1998)
Lock Stock and Two Smoking Barrels (1998)
American Beauty (1999)
Outside Providence (1999)
Human Traffic (1999)
Fear and Loathing in Las Vegas (1998)
Dogma (1999)
London kills me (1991)
Waynes World (1992)
Encino Man (1992)
Bio-Dome (1996)
Beavis and Butt-head machens in Amerika (1996)
Dead Man on Campus (1998)
Social Intercourse (1998)
Around the Fire (1998)
Detroit Rock City (1999)

2000-2010

Stoner Movies entfernten sich immer weiter von den frühen Stereotypen und der begrenzten Repräsentation, welche sie einst hatten. In Saving Grace aus dem Jahr 2000 ging es um eine weiße Britin mittleren Alters, die anfängt, Gras anzubauen, um ihre Schulden zu begleichen.

Ein Jahr später erschien sogar der erste deutsche Stoner Movie: Lammbock. Auf der anderen Seite des Ufers erschien auch How High, Scary Movie 2 (welcher noch mehr Stoner-Witze hatte als der Vorgänger) Super Troopers und Jay und Silent Bob Schlagen Zurück.

2004 kam dann der erste Harold und Kumar Film raus: Harold and Kumar go to White Castle. Die beiden Jungs wurden von manchen sogar die neuen Cheech und Chong genannt. Hier merkt man wie der Stoner Trope sich veränderte. Kiffer waren zwar immer noch Couchritter, aber sie waren kein Wegwerfprodukt der Gesellschaft mehr.

Harold ist ein Investmentbanker, während sein bester Freund Kumar ein angehender Medizinstudent ist. Ein Großteil der Komödie des Films stammt aus ihren Versuchen, den Freizeitgebrauch von Marihuana mit ihrem Arbeitsleben in Einklang zu bringen, oder, in Kumars Fall, seiner ständigen Qual darüber, ob er wie sein älterer Bruder Arzt werden will.

Danach kamen Grandmas Boy und Smiley Face. Beides Großartige Filme. Letzter war der erste Film mit einer Stonerin als Protagonistin. 2008 erschien dann Pineapple Express, welcher an der Abendkasse 100 Millionen Dollar einbrachte. Etwas was kein Stoner Movie vor ihm geschafft hatte.

Puristischer Stoner MovieAgnostischer-Stoner MovieUngezwungener Stoner Movie
Saving Grace (2000)
How High (2001)
Lammbock (2001)
Jay and Silent Bob Strike Back (2001)
High Times‘ Potluck (2002)
Rolling Kansas (2003)
Harold & Kumar: Go to white castle (2004)
Reefer Madness (2005, musical)
Evil Bong & Evil Bong 2 (2006 & 2009)
Puff, Puff, Pass (2006)
Smiley Face (2007)
Kush (2007)
Pineapple Express (2008)
Humboldt Country (2008)
High Society: A Pot Boiler (2009)
Stone Bros. (2009)
Leaves of Grass (2010)
Next Friday (2000)
The Wash (2001)
Wet Hot American Summer (2001)
Super Troopers (2001)
Scary Movie 2 (2001)
Ali G Indahouse (2002)
Friday After Next (2002)
My Dinner with Jimi (2003)
Soul Plane (2004)
Without A Paddle (2004)
Clerks II (2006)
Trailer Park Boys: The Movie (2006)
The Tripper (2006)
Grandma’s Boy (2006)
Walk Hard: The Dewey Cox Story (2007)
Knocked Up (2007)
Remember the Daze (2007)
Weirdsville (2007)
Harold & Kumar: Escape from Guntanamo Bay (2008)
Strange Wilderness (2008)

The Wackness (2008)
Trailer Park Boys: Countdown to Liquor Day (2009)
Scary Movie 2 (2001)
Super Troopers (2001)
Dude, Where’s My Car? (2000)
Slackers (2002)
Extract (2009)
Stan Helsing (2009)
Van Wilder: Freshman Year (2009)
Stoner Movies
How High von 2001

2010-2020

Stoner Filme im zweiten Jahrzehnt des 20sten Jahrhunderts fingen nun an die Grenzen des Genres zu pushen und auch der Trope des Kiffers an sich, gewann weitere Charakteristiken. Das Jahrzehnt fing entspannt an mit Our Idiot Brother und Jeff who Lives at Home.

In beiden Filmen wurden Stoner als friedliebende Dummerchen dargestellt, welche eher den Winden der Welt folgen, als sich von den Zwängen der Gesellschaft einfangen zu lassen. Beides sind auch wirklich witzige Familiendramen. 2013 kam dann This is the End raus, ein weiterer Seth Rogen und James Franco Film, welcher vor allem Seth Rogens Bild als rauchender Schauspieler in Hollywood festigte.

2015 erschien dann Inherent Vice. In Inherent Vice sehen wir eine detective-noir story, gepaart mit vielen Elementen des Stoner Genres und einem Protagonisten, der auch immer wieder einen Dübel zündet. Ihm gegenüber, ein Detektiv der das Bild der Anti-Cannabis-Bewegung sein könnte, was den Film schon beinah zu einer Buddy-Komödie macht.

Außerdem erschien auch American Ultra, ein Action-Stoner-Film, in welchem ein junger Stoner herausfindet, dass er ein Schläfferagent ist. 2017 erschien dann auch die Fortsetzung des bekanntesten deutschen Stoner-Films: Lommbock.

2018 kam Under the Silver Lake raus, welcher einen Stoner zeigt, der einer surrealen Verschwörung auf die Spur kommt. In American Ultra, Inherent Vice und Under the Silver Lake sieht man wie sich das Stoner Genre und der Stoner als Protagonist weiterentwickelt. Paranoia und Surrealismus sind nun in den Thematiken des Stoner-Films stärker verankert, aber es ist immer noch viel Luft nach oben.

Puristischer Stoner-FilmAgnostischer-Stoner-FilmUngezwungener Stoner-Film
Mr. Nice (2010)
Stonerville (2011)
Bong of the Dead (2011)
High Road (2012)
Paulette (2012)
Mac & Devin Go to High School (2012)
Kili Poyi (2013, Indisch)
Gingerdead Man vs. Evil Bong (2013)
Go goa gone (2013)
Gingerdead Man vs. Evil Bong (2013)
Cheech & Chong’s Animated Movie (2013)
Hansel & Gretel Get Baked (2013)
We’re the Millers (2013)
Kid Cannabis (2014)
The Coed and the Zombie Stoner (2014)
Trailer Park Boys: Don’t Legalize It (2014)
Inherent Vice (2014)
American Ultra (2015)
Midnight Delight (2016)
Jil Jung Juk (2016)
Grow House (2017)
Ripped (2017)
Lommbock (2017)
Dude (2018)
How High 2 (2019)
A Very Harold & Kumar Christmas (2011)
Paul (2011)
Your Highness (2011)
Our Idiot Brother (2011)
Jeff Who Lives at Home (2011)
Ted (2012)
This Is the End (2013)
Awkward Thanksgiving (2014)
The Night Before (2015)
Inherent Vice (2015)
Ted 2 (2015)
Sausage Party (2016)
Under the Silver Lake Paul (2017)
Super Troopers 2 (2018)
The Beach Bum (2019)
Last Friday (2020)
Due Date (2010)
Liberal Arts (2012)
The Newest Pledge (2012)
Bill und Ted – Face the Music (2020)

Abschließend habe ich noch ein paar letzte Worte. Das Stoner Genre ist nicht jedermanns Sache. Vor allem ältere Generationen, schmunzeln oft darüber wie seriös so ein Stoner Film eigentlich sein kann.

Nun, ein Spielfilm ist kein YouTube Video. Es sind Monate an Arbeit und Planung. Die Menge an Geld, welche für manche dieser Filme aufs Spiel gesetzt wurde, ist etwas wovon ein Ottonormalverbraucher meistens nur träumen kann. Was ich damit sagen will ist, dass diese Filme mehr sind als einfach nur 90 Minuten an kiffenden Kids, die versuchen nicht von ihren Eltern erwischt zu werden.

Sie zeigen uns, wie unsere Kinder, Eltern und Großeltern mit dem Thema der kleinen Sünde Cannabis umgegangen sind. Es sind Abbilder der menschlichen Einstellung gegenüber der verbotenen hedonistischen Natur unserer aller Psyche. Deshalb kann auch jeder zu ihnen eine Verbindung aufbauen, auch wenn das nur ein kleines Schmunzeln ist.

Mit grünen Grüßen,
Mac

Unser Mann Mac ist angehender Drehbuchautor, und schreibt regelmäßig tolle Filmkritiken für Hanfseite.de. Er betreibt einen Podcast über Filme allgemein, und hat ein Special über Stoner-Filme gemacht.

Wir empfehlen Euch auch den Stoner-Film Podcast von Butschi und Schnuffi, Butschi schreibt ja auch für die Hanfseite über Film, Geschichte und Religion.

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