Der Vaporizer, verdampf doch mal!

Der Vaporizer, verdampf doch mal!

Weshalb Kiffen via Vaporizer besser ist

Der Konsum von Marihuana wird in der Regel durch das Verbrennen des Krautes in Joints oder Bongs ermöglicht. Auch wenn man Cannabis nach spezieller Zubereitung essen kann, ist die genannte Form des Konsums wohl die meist verbreitete.

Während die Aufnahme der Wirkstoffe über das Verdauungssystem keinen körperlichen Schaden zufügt, ist das Rauchen von Weed nicht ganz so ungefährlich. Oft wird hierzulande Tabak beigemischt, sodass zusätzlich noch karzinogene Stoffe inhaliert werden, die die Lunge schädigen.

Insgesamt ist das Inhalieren von verbrannten Substanzen keine gute Idee, auch wenn nach Forschungsergebnissen Cannabis selbst nicht zum Ausbruch von Krebs führen soll. Es ist also in jedem Fall sinnvoll, sich über die eigenen Konsumgewohnheiten einige Gedanken zu machen und alternative Formen der Nutzung in Betracht zu ziehen.

Da sich viele Kiffer aber an den Gebrauch der Atemwege gewöhnt haben, ist es jedoch nicht ganz leicht, mit den Gewohnheiten zu brechen und sich auf andere Möglichkeiten einzustellen. Raucht man über Jahre Bongs, Joints oder Dabs, stellt sich schließlich leicht ein Verlangen ein, den Hals mit dicken Schwaden zu füllen und die Lunge damit aufzublasen.

Manchmal geht es dann gar nicht mehr um den eigentlichen Rausch, sondern nur um die Ausübung der Inhalation. Da Tabak im Gegensatz zu Cannabis als eine schwer abhängig machende Droge eingestuft ist, kann auch der Suchtfaktor nach Nikotin eine bedeutende Rolle spielen, häufiger als nötig sein Rauchgerät zu zücken und dem Konsum zu frönen. Dank moderner Entwicklungen auf dem Cannabissektor gibt es jedoch praktische Lösungen gegen diese gesundheitsschädlichen Gewohnheiten.

Vorteil Vaporizer – die Geschichte des Verdampfens

Ganz neu sind die auf den Namen Vaporizer getauften Konsumgeräte für Cannabis mittlerweile nicht mehr. Schon in den Neunzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts machten erste Entwicklungen die Runde und sorgten neben einem schonenden Einsatz für staunende Stoner.

Seinen Siegeszug machte der Vaporizer laut Überlieferungen aufgrund des an den Tag gelegten Enthusiasmus des Cherokee Marihuana Medizinmanns Frank William Wood aka Eagle Bill, der auch als der Entwickler von einem der ersten kommerziellen Vaporizer gilt. Die Eagle Bill Shake & Vape Pfeife stellt zwar ein recht primitives Konsumutensil dar, doch der eindeutige Unterschied zum regulären Rauchgenuss wurde schon hier erzielt.

Man platzierte die fein zerkleinerten Cannabisblüten innerhalb einer kleinen Glaskugel, erhitzte diese mittels Feuerzeug von der äußeren Seite, schüttelte den Mix in der Kugel und saugte anschließend die entstehende Dämpfe durch ein längeres Mundstück ein. Eine Verbrennung der Kräuter fand im Idealfall nicht statt, da das Feuer keinen direkten Kontakt mit ihnen aufnahm.

Vaporizer
Eagle Bill mit dem riesen Glas-Vapo, die Heißluftpistole in der Hand

Schon 1994 stellte Eagle Bill in Amsterdam auf dem Cannabis Cup dem erstaunten Publikum seinen riesen Vaporizer vor. Er bestand aus einer großen bauchigen Glasflasche, der Hals oben abgedichtet und mit zwei Glasrohren bestückt. In einem die Mischung, oben drauf der Heizluftfön!, und am zweiten Rohr wurde gezogen.

Ab 1995 stellte dann der Niederländer Evert de Verdamper seine eigene Konstruktion kommerziell her, die bereits auf den technischen Prinzipien basierte, die auch heutzutage noch in allen guten Vaporizern zu finden sind. Mit einem variabel einstellbaren Heizelement aus hochwertigen Materialien werden alle in einem Glaskopf vorhandenen Kräuter schonend erhitzt, sodass die Wirkstoffe ohne Rauchentwicklung gelöst und inhaliert werden können.

Um größtmögliche Reinheit zu garantieren, wird der entstehende Dampf bei De Verdamper noch durch ein mit Wasser gefülltes Behältnis geführt, das zeitgleich die Temperatur der einzuatmenden Luft kühlt. Somit werden die schädlichen Nebenwirkungen des gewöhnlichen Cannabiskonsums auf ein Minimum reduziert, weil keine Verbrennung stattfindet, man auf Tabak verzichtet und anstatt Rauch kühler Dampf eingeatmet wird, der sogar auf die Atemorgane wohltuend wirkt.

Einzig auf den „Flash“ müssen Cannabiskonsumenten beim Vaporizer verzichten, da die Wirkung ohne Nikotin und das kratzige Raucherlebnis leicht verzögert einsetzt, dafür jedoch nach einigen Minuten wesentlich intensiver und unverfälscht wahrnehmbar wird.

Neben diesen gesundheitlichen Vorteilen bieten Vaporizer einen weiteren Aspekt, der Konsumenten einen guten Grund gibt, sich von dem schädlichen Rauchgenuss zu verabschieden. Die Menge an Material, die für das gewünschte Rauscherlebnis benötigt wird, ist im Vergleich zum Verbrennen marginal, da die schonende Erhitzung wesentlich effizienter alle Wirkstoffe aus den Cannabisblüten treibt.

Verbrennen in einem Joint oder einer Bong viele Anteile ungenutzt, garantiert ein Vaporizer eine nahezu vollständige Verwertung aller Bestandteile aufseiten der Nutzer.

Vaporizer
Standgerät der Premium-Klasse

Mittlerweile gibt es unzählige Hersteller und Modelle im Bereich der Vaporizer. Für Neueinsteiger in den Bereich des Verdampfens kann es daher schwierig werden, sich für das ideale Gerät zu entscheiden. Dabei reicht die Sparte von Tischgeräten über tragbare Verdampfer bis hin zu Kombinationen aus beiden Varianten.

Welcher Vapo daher die richtige Wahl für jemanden darstellt, hängt von den persönlichen Bedürfnissen bezüglich der Nutzung ab. Ist man eher zu Hause am Kiffen oder rauchte man bislang eher unterwegs? Gehört der gemeinschaftliche Aspekt zu dem Genuss von Marihuana oder reicht einem auch ein Ego-Turn? Wie oft frönt man dem Rausch oder zählt der regelmäßige Konsum von Cannabis sogar zu einer medizinischen Behandlung?

Abhängig von diesen Faktoren gestaltet sich die Wahl schon ein wenig einfacher, da gewisse Geräte für unterschiedliche Anwendungen einfach besser konzeptioniert wurden. Tischgeräte bieten aufgrund der gesicherten Stromzufuhr beispielsweise eine freiere Handhabung, da portable Geräte stets von einer aufgeladenen Batterie abhängig sind.

Portable Vaporisatoren sind dafür jedoch in der Regel unauffälliger und servieren einige saftige Sessions während Outdoor-Beschäftigungen, was ein Tischgerät nun einmal nicht bewerkstelligen kann, während es unverkennbar sichtbar in der Wohnung steht.

Gerade für ehemalige Raucher ist es ebenfalls von Bedeutung, dass der Zug am jeweiligen Gerät eine angenehme Wirkung bietet. Oft können kleine tragbare Vapos nicht mit ihren großen Brüdern mithalten und lassen bloß ein Nuckeln zu, während die Tischgeräte teils voluminöse Ballons füllen, an denen anschließend wie an einer Bong gezogen werden kann.

Auch gibt es hier mittlerweile Geräte, die aktiv die entstehenden Dämpfe zum Nutzer transportieren, was ebenfalls im Sinne der Gewohnheitskonsumenten sein dürfte. Größere Mengen Material fassen die stationären Systeme im Vergleich zu den handlichen Portables ebenso, sodass entweder gleich eine ganze Meute oder aber einzelne Personen mit eingespielten Dosierungen während einer Session versorgt werden können.

Anhand dieser Kriterien sollte man eine Wahl treffen und sich für ein Qualitätsgerät entscheiden, welches den eigenen Vorstellungen entspricht. Während der Formfaktor beim Aussuchen ein wenig in den Hintergrund gerückt werden kann, sollte jedoch großes Augenmerk auf die gesamte Konstruktion gelegt werden.

Der Markt ist mittlerweile von den unterschiedlichsten Herstellern besetzt, sodass in allen Preissegmenten Geräte vorhanden sind. Wichtig ist daher, auf gewisse Qualitätsmerkmale zu achten, die einen ungestörten und gesundheitlich unbedenklichen Genuss garantieren.

Vaporizer
tragbarer Vaporizer

Vorteil Vaporizer – worauf man achten muss

Wichtig bei einem Vaporizer ist neben der eigentlichen Funktionalität besonders die Bauweise und die dafür verwendeten Einzelteile. Ein reiner Dampf kann nur entstehen, wenn der Hersteller darauf geachtet hat, gesundheitlich unbedenkliche Materialien zu verwenden. Besonders das Heizelement und die Kräuterkammer sollten auf eine qualitativ hochwertige Bauweise überprüft werden.

Die besseren Geräte arbeiten mit Konvektion und lösen die Wirkstoffe durch erhitzte Luft. Dadurch wird das Gras gleichmäßiger erwärmt und die Wirkstoffausbeute ist deutlich erhöht. Die Konduktionsmethode, also die direkte Erwärmung der Kräuterkammer, findet sich überwiegend in preiswerteren Modellen mit einfacherer Bauweise.

Edelmetalle, Keramik und Glas stehen hier ganz oben auf der Liste, möchte man ein vernünftiges Dampferlebnis für lange Zeit gesichert wissen. Hat man noch keine Erfahrungen mit Vaporizer, lohnt sich ein Besuch in Spezialgeschäften, wo freundliche Mitarbeiter alle Fragen beantworten und ebenfalls Empfehlungen aussprechen können.

Sicher darf man sich aber schon im Vorfeld sein, dass die günstigsten Geräte selten mit den Qualitätsmerkmalen der hochpreisigen Klassen mithalten. Sei es bei der Bedienerfreundlichkeit, der Dampfproduktion oder eben der wichtigen Materialwahl. Wenn alles zusammenpassen soll, gehört eine gewisse Investitionssumme leider dazu. Diese wird sich im Laufe der Zeit aber amortisieren, da Haltbarkeit und gesunkener Cannabisverbrauch den Ausgaben auf lange Sicht entgegenwirken.

Vorteil Vaporizer – Zeit zum Umsteigen!

Nicht nur der gesundheitliche Aspekt des Verdampfens sollte von Rauchern ernst genommen werden. Steigt man auf die verbesserte Form des Cannabiskonsums um, spart man auf lange Sicht eine Stange Geld, da weniger Kräuter intensiver ihre Wirkung entfalten können.

Zusätzlich spart man sich den regelmäßigen Einkauf von Rauchutensilien wie Papers, Tabak und Filter-Tips, während der fehlende Suchtfaktor des Nikotins den eigenen Konsum noch weiter sinken lässt. Vaporizer holen das meiste aus den verwendeten Quellen und sorgen somit für eine höhere Effizienz sowie einen schonenden Gebrauch.

Der Artikel „Der Vaporizer, verdampft doch Mal!“ von MZE ist am
20. August 2020 erschienen.

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Bilder: Pixabay, Vaping-Lee

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