Leaves of Grass

Leaves of Grass

Hanfseite präsentiert den Stoner Film der Woche.

Zitat:

„Mit dem Film Leaves of Grass wollten wir etwas schaffen, das lustig und ernst ist und große atmosphärische Ambitionen hat. Ein Film, der ergreifend und lustig ist aber plötzlich ziemlich gewalttätig sein könnte. Einen Charakter zu haben der stark getroffen wird, und lernt das es im Leben um Balance geht.“-Edward Norton

Mein Name ist Mac und ich liebe Filme, genauso wie ich eine gute Sportzigarette nach einem langen Arbeitstag liebe. Aber was macht man während man auf der Couch liegt und entscheidet ob Pringles oder Doritos die neuen Standardchips werden sollen? Man lässt einen Film im Hintergrund laufen. Und bevor du dich überhaupt fragst welchen, habe ich schon einen für dich, den man an einem entspannten Abend genießen kann: „Leaves of Grass“, ein düsteres Stoner Comedy Drama aus dem weit entfernten Jahr 2009.

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Aber was macht „Leaves of Grass“ zum Stonerfilm der Woche? Die Story beginnt mit Bill Kincaid der gerade seinen Studenten Philosophieunterricht gibt. Als angesehener Intellektueller (der am liebsten seine Abstammung und Familie vergessen würde) ist Bill das perfekte Gegenteil zu seinem Zwillingsbruder Brady, einem in Oklahoma lebenden Grasdealer der mit seinen hydroponischen Züchtungen auch eine Form intellektueller Größe zeigt.

Er hat die beliebtesten Züchtungen in ganz Oklahoma, aber (zum Leid vieler Toker) will er für seine Frau und baldiges Kind aus dem Geschäft aussteigen. Das einzige Problem: ein Drogenbaron namens Pug Rothbaum will nicht nur das er weiterhin Graß verkauft, sondern auch das er expandiert. Bolger, Bradys Partner, ruft daraufhin Bill an um ihm zu sagen das sein Bruder durch eine Armbrust gestorben wäre. Bill reist daraufhin nach Oklahoma um zumindest bei der Beerdigung dabei zu sein aber Brady hat natürlich andere Pläne.

Cast und Crew

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Edward Norton (einen Namen den ich dir hoffentlich nicht näherbringen muss) spielt in „Leaves of Grass“ gleich zwei Protagonisten und ich muss zu allererst sagen: Ich hasse eigentlich den Zwillings-Gack und ich meine Hasse (Gott errette uns von Filmen wie „Jack und Jill“) aber verdammt nochmal er spielt ihn gut. Man hat hier wirklich das Gefühl, dass zwei unterschiedliche Leute miteinander interagieren. Auch mit von der Party sind Richard Dreyfuss, dessen Darstellung als Drogenbaron eher flach fiel, Susan Sarandon, welche super die enttäuschte Mutter der beiden spielte, und Keri Russel als Bills romantischer Grund nicht gleich aus der Stadt zu verschwinden.

Aber einen Mann sollte man besonders hochleben lassen und das ist Tim Blake Nelson, welcher nicht nur das Drehbuch geschrieben, Regie geführt und produziert hat, sondern auch gleichzeitig in „Leaves of Grass“ schauspielert. Für die, welche nicht so gut sind mit Namen (mich miteingeschlossen), Tim Blake Nelson hat nicht nur den kleinen Delmar O‘Donnell in „O Brother, Where Art Thou?“ gespielt sondern auch Buster Scruggs selbst in „The Ballad of Buster Scruggs“, eine witzige Ansammlung von Geschichten der Coen Brüder die man auch Netflix streamen kann.

Andere Bewertungen

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Bevor wir aber zu meinem Fazit zu „Leaves of Grass“ kommen, hier noch ein paar Ratings der anderen Kritiker. Rotten Tomatoes gab dem Film 61% von Kritikern und 49% von Zuschauern, was mal wieder beweist das eine der größten Filmreview Webseiten der Welt keine Ahnung von Stoner Filmen hat. IMDB dagegen war etwas freundlicher mit 6,4/10 und Metacritic gab dem Film 58/100. Die meisten Kritiker sagten, dass sie ein Problem mit dem sich schnell verändernden Ton des Films haben. Aber das ist meiner Meinung nach Quatsch. Ja er tanzt immer wieder zwischen schwarzer Komödie und Tragödie, aber genau das gibt ihm seinen Kick.

Fazit

Ich glaube, allein schon von der Beschreibung von „Leaves of Grass“ kannst du sehen, dass es sich bei dem Film nicht nur um Graß dreht. Familienwerte, Vertrauen, Verlust und Freundschaft werden hierbei wieder und wieder thematisch angesprochen. Trotzdem hat der Film aber auch noch genug lustige Momente um die Spannung der Dramatischen auszugleichen. Perfekt wäre der Film aber mit einem leichten Indica an einem entspannten Abend. „Leaves of Grass“ dient nicht als eine Vorlage um zu zeigen wie geil es ist Cannabis zu rauchen, sondern eher als eine Darstellung das Graß zwar Spaß macht, aber nie so wichtig sein sollte, wie Familie.

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Der Beitrag „Leaves of Grass“ von Collin Mac Röll ist am 17. Juli 2020 erschienen.

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