CBD Heilen mit Hanf ohne High

CBD Heilen mit Hanf ohne High

Buchvorstellung: Milan Hartmann

„CBD Heilen mit Hanf ohne High” nennt sich das neueste Buch von Milan Hartmann. In diesem Buch befasst er sich ausgiebig mit dem Thema CBD und Cannabis, mit Liebe zum Detail und dem klaren Drang, aufzuklären und zu lehren. Wenn eins klar ist, dann dass der Autor eine ausgiebige Liebe zum Hanf besitzt und diese an seine Leser weitergeben will.

Egal, ob man von null anfängt oder bereits über ausgiebiges Vorwissen verfügt: Nach diesem Buch wird man der Meinung sein, dass jedwede Wissenslücke gefüllt wurde.

Der gelungene historische Rückblick

Aufgeteilt ist „Heilen mit Hanf ohne High” in acht Kapitel. Um erstmal die Neugier des Lesers zu wecken, beschreibt der Autor im ersten Kapitel die Geschichte der Hanfpflanze, wobei bereits so manches Geheimnis und so mancher Augenöffner zutage kommt.

Wer hätte beispielsweise gewusst, dass in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts Hanfpräparate die Hälfte aller verkauften Arzneimittel aus europäischen und amerikanischen Apotheken ausgemacht haben. Diese enorme Verbreitung wird im historischen Kontext weiter berücksichtigt und auch auf die jahrtausendelange Tradition des Hanfes geht Hartmann ein.

Selbstverständlich berücksichtigt er dabei, dass für Tausende von Jahren Hanf in gleich mehreren Regionen dieser Welt verwendet wurde, wobei er den Cannabinoiden des 2700 Jahren alten Altars Tel Arad auf die Schliche geht. Dass vor der Prohibition Cannabis sehr viel verbreiteter war, verblüfft den Leser nur weiter.

Aus meiner schlichten Perspektive kann ich nur sagen, dass Hartmann der historische Rückblick in „Hanf heilt ohne High“ bestens gelungen ist. Über antike Zeiten bis in die modernen Tage schlägt er sich durch und zeigt das Verbrechen der Cannabisprohibition, welches die Entwicklung auf Jahre stagnieren ließ.

"CBD Heilen mit Hanf ohne High"
„CBD Heilen mit Hanf ohne High“ – Nutzhanf kann der Gesundheit helfen

Selbst für mich als Hanfautoren gab es in diesem Kapitel einige neue Informationen und interessante Fakten, auf die ich zuvor noch nie gestoßen bin. Ich danke dem Autor herzlichst für seine tief gehende Recherche!

Heilen mit Hanf ohne High: Auf Medizin und Wissenschaft kommt es an

Nach dem historischen Rückblick handelt das Buch ein wenig die medizinischen und wissenschaftlichen Aspekte des Cannabis ab. Zuerst liest man in „Heilen mit Hanf ohne High” über die Cannabinoide und die anderen wirkungsvollen Inhaltsstoffe der Hanfpflanze, darunter unter anderem die Terpene und Flavonoide.

Die Erläuterung der Cannabinoide ist dem Autor dabei alle Male gelungen, er bezieht sich glücklicherweise nicht nur auf die beiden Standards THC und CBD, das CBG, CBC, CBDA, THCA und noch viele weitere lernen Sie (erstmals) kennen. Nachdem diese ausführlich erklärt wurden, werden moderne Denkfehler aufgedeckt. So sagt man beispielsweise ziemlich häufig, dass bestimmte Cannabinoide per se keine Wirkung verbreiten.

Dem ist man sich jedoch nicht ganz sicher und zudem scheint es unwahrscheinlich, dass die Cannabinoide keinerlei Wirkung entfalten. Viel eher scheint der Fall zu sein, dass die Erforschung der jeweiligen Cannabinoide noch kein bisschen vorangetrieben wurde und dementsprechend keine Eigenschaften entdeckt wurden.

Grund zu Ignoranz ist das jedoch nicht. Derartige Denkfehler ziehen sich durch die moderne Hanfszene hin und wieder durch, weshalb Aufklärer wie Hartmann einen wichtigen Dienst erledigen.

Wie umfangreich „Heilen mit High ohne Hanf” ist, erkennt man daran, dass der Autor sogar ausgewählte Terpene des Hanfes vorstellt. Er geht also auf die Eigenart ganz spezifischer Terpene ein, was sich viele Autoren nicht gestatten. Milan Hartmann jedoch legt großen Wert aufs Detail und auf eine allumfassende Aufklärung über den Hanf, wozu man eben einfach wissen muss, was Limonen, Myrcen, Pinene, Apigenin, Cannaflavine und weitere genau sind.

"CBD Heilen mit Hanf ohne High"
„CBD Heilen mit Hanf ohne High“: Feld mit Nutzhanf

Nachdem der Autor die Leser ein wenig an die Thematik der Cannabinoide herangebracht hat, geht es um das Endocannabinoid-System. Dieses erklärt er in all seiner Ausführlichkeit, bezieht sich auf die CB1- und CB2-Rezeptoren sowie deren Eigenschaften. Die wichtigsten Endocannabinoide werden beleuchtet, damit jeder ein ganzheitliches Bild vom Endocannabinoid-System kriegen kann, kompakt verpackt in einem kurzen Kapitel.

Erstaunlicherweise widmet der Autor im Anschluss dem Entourage-Effekt ein ganzes Kapitel. Ihm scheint auf jeden Fall wichtig zu sein, dass man den vollen Umfang des Entourage-Effekts versteht. Vollspektrum Öle und Isolate unterscheiden sich von Grund auf, selbst in ihrer Wirkung, beim Begriff Breitspektrum sind die meisten hoffnungslos aufgeschmissen.

Vermutlich wollte Hartmann, dass man sich bewusst wird, dass die Synergie von Cannabinoiden, Terpenen und weiteren Pflanzenstoffen ganz andere Effekte zutage fördert, als der isolierte Konsum einzelner Stoffe. Zudem wird an dieser Stelle eine Brücke zur Realität geschlagen, indem beispielsweise unterschiedliche Konsumformen des CBDs abgehandelt werden.

Hierdurch gibt der Autor nun erste praktische Tipps, die man direkt in den Alltag umsetzen kann. Zuvor hat er theoretische Themen abgehandelt und die Wirkweise von Hanf erklärt. Nun geht es an die Praxis, an die Tipps, die sich direkt in den Alltag eingliedern lassen.

Das CBD in der Praxis

Das fünfte Kapitel ist in meinen Augen das wichtigste von „Heilen mit Hanf ohne High”. Hier geht der Autor auf das medizinische Potenzial von CBD ein und das auf eine Art und Weise, bei der man das Cannabidiol als medizinischen Wirkstoff nicht mehr verleugnen kann. Zu aller Anfang wird beleuchtet, welche medizinisch vorteilhaften Eigenschaften das CBD in sich trägt.

Hier fallen altbekannte Effekte auf wie die antidepressive, schmerzlindernde oder auch die entzündungshemmende Wirkung. Anschließend nimmt sich der Autor immer einen einzelnen Effekt raus, ganz zu Anfang beispielsweise die Wirkung gegen Schmerzen. Nun führt er Beweise auf, dass dieser Effekt tatsächlich existiert, in der Regel werden mehrere Studien zurate gezogen.

Anschließend erfolgt ein Erfahrungsbericht eines Anwenders, der mit den gerade beschriebenen Problemen kämpft und sich selbst mit CBD therapiert hat. Da so einige Anwendungsgebiete des CBDs beleuchtet werden, wird man mit so einigen Erfahrungsberichten konfrontiert, die einen vom Titel „Heilen mit Hanf ohne High” überzeugen.

"CBD Heilen mit Hanf ohne High"
„CBD Heilen mit Hanf ohne High“: Nicht nur die Blüten haben Power

Schmerzen haben den Alltag erschwert und die Lebensqualität beeinträchtigt: CBD Öle aus online Shops waren das einzige, was helfen konnte. Jahrelange Probleme mit Migräne konnte das Cannabinoid in den Griff kriegen. Wer in Zukunft vorhat, selbst CBD zu konsumieren, wird hier bereits auf sehr nützliche Tipps stoßen, da die Anwender offen über ihren Konsum reden, also beispielsweise über ihre Konsummengen, die Konsumhäufigkeit und so weiter.

Wer plant, durch CBD den Konsum von anderen Schmerzmitteln zu minimieren, stößt auf Gleichgesinnte. Dadurch kann man bereits ein sehr gutes Bild davon kriegen, wie man CBD bei sich selbst einzusetzen hat.

Im nächsten Kapitel erhalten zukünftige Nutzer praktische Tipps dazu, welche CBD Produkte es gibt, welche Dosierung sich in welchem Fall empfiehlt und weitere wichtige Infos werden vermittelt. Ohne dass man zuvor auch nur einen Tropfen CBD Öl konsumiert haben muss, kriegt man hier einen kompletten Überblick über die Produktbreite und wie man sie am besten einsetzt.

Eine kurzes FAQ klärt die häufigsten Fragen auf und füllt jede Gedächtnislücke. Standard-Fragen wie nach der Haltbarkeit der Öle oder worauf man beim Reisen mit CBD achten sollte, werden umfassend geklärt.

Recht, Gesetz und Analysen

Extrem interessant ist das siebte Kapitel, welches die juristische Stellung von CBD in Deutschland abarbeitet. Selbstverständlich erfährt man in „Heilen mit Hanf ohne High” alles über die neuesten Probleme rund um Novel Food Verordnung und Co, ein historischer Kontext wird an dieser Stelle jedoch auf ein Neues gezogen.

So zeigt der Autor beispielsweise alte Dokumente auf, die über die Verwendung von Gras in alten Zeiten aufklären. So gibt es beispielsweise gleich eine Menge alter Rezepte, die den Gebrauch von Hanfblüten und -blättern vorsehen, wo sich gleich die Frage stellt, ob im Essen nicht doch THC gelöst war.

Tortellini mit Hanf schmeckte jedoch allem Anschein nach den Menschen im Jahr 1884, denn sie verwendeten beste Hanfblüten ohne Blätter. Es kommt immer mehr das Gefühl auf, dass früher viel mehr Menschen high waren, ohne dass sie es richtig wussten.

Das letzte Kapitel lässt einen zum Wissenschaftler werden, indem es sich mit Analysen und Tests rund um das CBD befasst. Wer sich dieses Kapitel aufmerksam durchliest, wird sich danach ohne Probleme die reinsten und besten Präparate auf dem Markt kaufen können. Das richtige Lesen von Analysen ist eine Kunst, die einen in den Stand erhebt, den eigenen Konsum von CBD Produkten optimal anzupassen.

Wissenschaftlich aber unkompliziert, simpel und Entertainment pur

Der Autor ging durchweg während „Heilen mit Hanf ohne High” streng wissenschaftlich vor. Es wurden keine leeren Hypothesen in den Raum gestellt, wirkliche Fakten wurden mit Beweisen belegt, die sich nicht widerlegen lassen.

"CBD Heilen mit Hanf ohne High"
„CBD Heilen mit Hanf ohne High“: Verschiedene CBD Öle

Selbst in Bezug auf den historischen Kontext hat der Autor lediglich Hinweise herausgearbeitet und diese interpretiert. Über die jeweilige Interpretationsfähigkeit des Hinweises hat er sich nie hinweggesetzt, er ist immer logisch und sachlich vorgegangen.

Dabei reduziert Hartmann die meisten Themen auf einfache logische Schritte, die zudem sprachlich leicht nachvollziehbar sind. „Heilen mit Hanf ohne High” liest sich so geschmeidig, wie ein warmes Messer durch (Hasch)-Butter schneidet.

Dabei ist der Text gespickt mit kleinen Augenöffnern und Überraschungen, die gerne mal kurz den Atem stocken lassen. Wer meint, den Hanf bereits gut zu kennen, wird durch dieses Buch einen neuen Blickwinkel von der Pflanze bekommen, während man sich bestens amüsiert.

Hartmann hofft auf den Hanf

Im Schlusswort von „Heilen mit Hanf ohne High” schreibt Hartmann: „Die Natur hat uns den Hanf geschenkt.” Nachdem man in seine Worte eingetaucht ist und seine Sichtweise von dieser Pflanze gesehen hat, kann man diesen Spruch bereits sehr viel besser nachvollziehen.

In Hartmanns Augen ist der Hanf tatsächlich ein Geschenk, der den Menschen Medizin, Naturfasern, Baustoffe, Nahrungsmittel und noch vieles mehr spenden kann. Dabei lässt sich diese Pflanze extrem leicht und in vielen Gebieten aufziehen.

Es bleibt einem nichts anderes übrig, als dem Autor für diese Reise und das ganze Wissen zu danken. Bis ins Detail hat er zahlreiche Aspekte der Hanfpflanze erkundigt. Im Vergleich zu anderen Büchern sticht insbesondere die historische Note hervor, die zu lesen besonders viele Überraschungen parat hielt.

Ziel dieses Buches war es zu zeigen, dass Heilen mit Hanf ohne High möglich und sogar einfach ist. Geschafft hat das der Autor auf jeden Fall.

Das Buch „CBD Heilen mit Hanf ohne High“ erscheint am 9. November 2020 und ist aktuell beim Verlag schon vorzubestellen.

Die Buchrezension „CBD Heilen mit Hanf ohne High“ ist am 22. Oktober 2020 erschienen.

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