Indoor Anbau von Cannabis

Cannabis Indoor Anbau

Indoor oder Outdoor anbauen? Optimale Bedingungen für das Pflanzenwachstum lassen sich in unseren Breitengraden nur Indoor erzeugen. Cannabis wächst zwar auch draußen, aber unter guten Bedingungen wächst Cannabis unter Kunstlicht schneller und liefert mehr Ertrag pro Pflanze als Outdoor.

infoTipp Nr.1: Wenn Du irgendwelche Fragen zum Thema Growing hast, dann poste Deine Frage einfach im hanfseite.de Growing-Forum. Dort wird Dir sicher ganz schnell jemand weiterhelfen!

Die Grundlagen über die Klimatisierung und Belüftung von Cannabispflanzen und Beleuchtung von Cannabis wurde auf den vorangehenden Seiten bereits erklärt. Beim Indoor-Anbau ist es aber auch entscheidend wo die Pflanze eingetopft und aufbewahrt wird. Daher beschäftigen sich die folgenden Abschnitte mit der Art der Pflanzenhaltung.

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Growroom, Growschrank oder Growbox?

Auch wenn die Aufzucht im Freien viele Vorteile bietet, so kann dem Indoor-Anbau ein entscheidender Vorteil abgerungen werden. Denn durch das Anpflanzen in einem Growroom, einem Growschrank oder innerhalb einer Growbox wird ein eigenes Klima geschaffen. Der Züchter ist somit nicht von den Witterungsbedingungen und dem Klima außerhalb unabhängig und kann ganzjährig das jeweils gewünschte Klima schaffen.

Zunächst ein paar Begrifflichkeiten:

  • Growbox / Growschrank – Growbox ist der Name eines Produkts eines Schweizer Herstellers, der einen der ersten Growschränke auf den Markt hat. Unter Growschränken versteht man in der Regel irgendwelche selbstgebauten oder umgebauten Schränke, welche z.B. aus aussortierten Schlafzimmerschränken hergestellt wurden. Industriell gefertigte Growschränke verfügen meist über ein Gerüst aus Metall, welches mit einer Plane ummantelt ist. Die Abdeckung reflektiert das Licht innerhalb und verschließt den Inhalt nach außen. Wegen dieser Aufmachung ist nicht selten vom Growzelt die Rede. Fertigprodukte verfügen bereits über Öffnungen für Schläuche und Kabel, welche bei eigenen Anfertigungen erst noch geschaffen werden müssen.
  • Growroom – Es wird ein ähnliches Prinzip angewandt, wie beim Growschrank, nur dass hier ein ganzer Raum genutzt wird. Die Investitions- und Betriebskosten sind bei einem ganzen Raum – je nach Größe – natürlich deutlich höher, um das entsprechende Klima (Belüftung und Beleuchtung) im Raum zu schaffen.
  • Gewächshaus – Ein klassisches Gewächshaus eignet sich ebenfalls für das Heranziehen von Hanfpflanzen. Gewächshäuser können über den gewöhnlichen Gartenbedarfshandel bezogen werden.
infoTipp: Growboxen sind nicht billig. Siehe: Wieviel kostet eine Growbox?
Wenn Du Dir eine zulegen willst, dann kaufe nicht die billigste. Hier gilt das alte Sprichwort: wer billig kauft, kauft zwei Mal.
Cannabis Indoor Anbau: Ein Grow-Room, bei dem es schwer werden dürfte, glaubhaft zu machen, dass er ausschließlich für den Eigenbedarf betrieben wurde…

Ein Grow-Room, bei dem es schwer werden dürfte, glaubhaft zu machen, dass er ausschließlich für den Eigenbedarf betrieben wurde…

Um das Gedeihen der Hanfpflanze zu gewährleisten, ist eine konstante Temperatur notwendig. Diese lässt sich in abgeschlossenen Räumen am leichtesten regulieren. Die Höhe der Growschränke ist beabsichtigt, da diese ein besseres Klima ermöglicht. Wenn Schimmel im Raum entsteht, ist dieser zu feucht. Eine weitere Gefahr besteht darin, dass dieser auf die Pflanzen überspringt.

Lies hierzu unseren Abschnitt zum Thema Belüftung und Klimatisierung von Cannabis.

infoTipp: Falls ein Growroom verwendet wird, sollten die Wände in weißer Farbe gestrichen werden. Diese sorgen für eine Spiegelung des Lichtes – und Hanfpflanzen brauchen viel Licht!

Nachteile beim Indoor Growing

Wer innerhalb geschlossener Räume anbauen möchte, der muss mit erschwerten Bedingungen rechnen.

  • Brandgefahr: häufig kommen beim Indoor-Anbau viele selbstgebastelte Lösungen zum Einsatz: Schränke, Reflektoren. Sehr heiße Lampen und andere Elektrogeräte werden unbeaufsichtigt betrieben in engen Räumen, in denen in der Regel noch Wasser aufbewahrt wird. Regelmäßig kommt es hierbei zu gefährlichen Situationen und Bränden.
  • Geruch: Hierbei handelt es sich um eine größere Problematik, da diese auch andere betreffen kann. Cannabis entwickelt spätestens in der Blütephase seinen charakteristischen Geruch, den so ziemlich jeder Mensch kennt. Wird der Geruch von der falschen Person wahrgenommen, ist das Growing Projekt oft schnell und unsanft beendet.
  • Stromkosten: Zum einen müssen die nicht zu vernachlässigenden Kosten getragen werden. Zum anderen können die plötzlich ansteigenden Ausgaben für Energie Dritten merkwürdig vorkommen. Dazu gehört z.B. der Hausmeister, die Hausverwaltung, der Energieversorger oder besonders „aufmerksame“ Nachbarn.
Cannabis Indoor Anbau: Infrarotaufnahmen eines "auffälligen" Hauses, aufgenommen von einem Hubschrauber

Infrarotaufnahmen eines „auffälligen“ Hauses, aufgenommen von einem Hubschrauber

Kosten für den Indoor Anbau von Cannabis

Genaue Angaben zu machen, ist in diesem Bereich schwierig. Aber Anhand von Vergleichswerten soll hier eine Übersicht geschaffen werden. Dazu werden die einzelnen Kostenfaktoren des Anbau-Projekts beleuchtet und nachfolgend vorgestellt.

Stromkosten:

Die Pflanzen befinden sich für gewöhnlich 18 Stunden am Tag in der Wachstumsphase und 12 Stunden in der Blütephase. Erstere benötigt zwischen 30 und 60 Tage, Letztere zwischen 60 und 80 Tage. Dies ergibt einen Durschnitt von 115 Tagen, in denen die Beleuchtung 15 Stunden täglich auf ca. 400 Watt läuft. Es können daher Stromkosten in Höhe von über 300 Euro anfallen, je nach Tarif des Stromanbieters.

Cannabis-Samen:

Hier gibt es preislich und qualitativ ebenfalls Unterschiede. Cannabis Samen werden meist in Mengen von 5, 6 oder 10 verkauft. Sie ergeben je nach Sorte einen unterschiedlich hohen Ertrag. Günstig wären 10 Samen zu einem Preis von 20 Euro. Aber auch Kosten in Höhe von über 50 Euro für 6 Cannabis Samen sind denkbar. Wenn wir mit einem durchschnittlichen Preis rechnen und 10 Pflanzen anbauen möchten, kämen wir auf 70 Euro gesamt.

Beleuchtung:

Die Stromkosten wurden schon einbezogen. Aber auch die Anschaffung von bspw. Natriumdampflampen muss kalkuliert werden. Diese haben, je nach Watt-Zahl, einen Preis zwischen 20 und 80 Euro. Ein durchschnittliches Beleuchtungs-Set von halbwegs solider Qualität kostet ca. 200 EUR. Siehe z.B: Wieviel kostet eine ESL Grow-Lampe? / Wieviel kostet eine NDL Grow-Lampe?

Topf und Substrat:

Diese Aspekte werden zusammen erfasst, weil sich auch häufig zusammen erworben werden. Ein durchschnittlicher Preis von 2 Euro je Kombination kann für die Rechnung herangezogen werden. Wir gehen hier vom Anbau von 20 Pflanzen aus. Entsprechend belaufen sich die geschätzten Kosten auf 40 Euro. Für das Umtopfen können weitere Kosten anfallen. Zudem sollte der notwendige Dünger mit einem Schätzpreis von 10 Euro besorgt werden. Insgesamt kommen wir somit auf ca. 50 Euro.

Geruchsneutralisation:

Eine Belüftungsanlage mit Geruchsneutralisierung (Geruchsfilter) ist der sichere Weg. Für einen Einsteiger ist dies aber nicht unbedingt notwendig. Aus diesem Grund wird dieser Punkt hier nicht mit einberechnet.

Sonstiges:

Mit dem Unerwarteten zu rechnen, kann nicht verkehrt sein. Vielleicht gehen einige Pflanzen ein. Oder es müssen weitere Anschaffungen getätigt werden. Wie wäre es mit einer Zeitschaltuhr, denn schließlich können die Hanfpflanzen (inklusive Beleuchtung und Belüftung) nicht rund um die Uhr bewacht werden. Auch für die Messung der Bodenwerte und für die Trocknung werden häufig noch Utensilien benötigt. Mit 75 Euro zusätzlich sollte zur Sicherheit gerechnet werden.

Gesamt:

Unser geschätzter Gesamtpreis beläuft sich auf 745 Euro. Allerdings ist zu beachten, dass dies nur ein grober Richtwert ist. Je nach dem kann der Preis Deines Projektes stark darüber oder darunter liegen.

Wichtiger Hinweis zu den rechtlichen Risiken

1409499532_warning_64In Deutschland, Österreich und der Schweiz gelten Gesetze, die es den allermeisten Leuten verbieten, überhaupt Hanf anzubauen. Diese Anleitung soll nicht dazu dienen, die geltenden Gesetze zu umgehen. Sie kann nur dann als Leitfaden dienen, wenn eine Genehmigung zum Anbau vorliegt oder die rechtliche Situation eine andere ist, als in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Beachte hierzu bitte auch unsere Sektion zum Thema Recht / Strafen für den Anbau von Cannabis.

Bildnachweise:
Growroom: Day 266 – West Midlands Police – Cracking down on Cannabis by West Midlands Police https://www.flickr.com/photos/westmidlandspolice/8009257634 Licence: CC BY-SA 2.0
Infrarotaufnahme eines Hauses: Day 263 – West Midlands Police – Thermal Imaging Camera by West Midlands Police https://www.flickr.com/photos/westmidlandspolice/8002612410 Licence: CC BY-SA 2.0

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