Cannabis-Stecklinge züchten: Was Du bei Deiner Zucht beachten musst

Cannabis-Stecklinge züchten: Was Du bei Deiner Zucht beachten musst

Die Legalisierung von Cannabis wird in der Politik immer wieder diskutiert. Auch wenn die aktuelle Regierung die Legalisierung auf den Weg bringen möchte, ist der Anbau von Cannabis in Deutschland für Privatpersonen noch nicht legal. Du darfst Dich dennoch über die Zucht von Hanfstecklingen informieren.

Cannabis-Stecklinge sind genau dann eine gute Wahl, wenn Du eine Pflanze mit gutem Ertrag und guten Eigenschaften hast. Stecklinge sind nichts anderes als Ableger einer Pflanze, aus der wieder eine neue Pflanze hervorgeht. Die Jungpflanze hat dabei genau den selben Genotyp wie die Mutterpflanze. Ihre Eigenschaften gleichen sich.

Hier erfährst Du wie die Herstellung von Cannabis-Stecklingen gelingt und welche Vorteile das Züchten von Stecklingen hat.

Herstellung von Cannabis-Stecklingen

1. Zweig von der Mutterpflanze abschneiden

Damit Deine Zucht gelingt, solltest Du unbedingt auf Deine Hygiene achten. Zu viel Schmutz und Bakterien sorgen dafür, dass Deine Stecklinge absterben.

Bevor Du einen Zweig der Mutterpflanze abschneidest, zieh Dir Handschuhe an. Stelle vorher sicher, dass die verwendete Schere sauber ist und ein Becher mit sauberen Wasser in unmittelbarer Nähe steht. Du kannst auch eine frische Rasierklinge verwenden.

Suche Dir einen gesunden, jungen Zweig mit einer Vielzahl an Knoten heraus. Der Punkt, an dem Du den Ast abschneiden solltest, liegt zwischen dem dritten und vierten Knoten. Am besten schneidest Du zwei oder drei Zoll unter dem dritten Knotenpunkt.

Wichtig: Schneide den Zweig nicht gerade, sondern schräg ab! So hat die Pflanze später mehr Fläche um Wurzeln zu bilden.

Schneide nun alle Seitenäste Deines Zweigs ab, sodass nur noch am Stielende Blätter wachsen. Der Schnitt kann in den ersten Tagen aufgrund der fehlenden Wurzeln noch kein Wasser aufnehmen. Aus diesem Grund musst Du die Hälfte der Blätter abschneiden. Stelle den Steckling nun in ein Gefäß mit sauberem, lauwarmen Wasser, um ihn vor dem Austrocknen zu schützen.

2. Einpflanzen des Hanfstecklings

Damit der Steckling zu einer Pflanze heranwachsen kann, benötigt er Wurzeln. Dazu steckst Du Deinen Cannabis-Steckling in die Erde oder in ein anderes Medium wie zum Bespiel Steinwolle.

Achte darauf, dass die Erde bzw. das Medium feucht, allerdings nicht vollständig durchnässt ist. Der pH-Wert des Wachstumsmediums sollte zwischen 5,5 und 6,5 liegen. Messen kannst Du ihn am besten mit einen pH-Wert-Messgerät. Steche, bevor Du den Stiehl einpflanzt, mit einem sauberen Gegenstand ein Loch in die Erde bzw. das Medium. Stelle sicher, dass das Loch tief und die Erde/das Medium feucht genug ist. Um Deine Erfolgschancen zu verbessern, kannst Du auf der Unterseite Deiner Stecklinge Stecklingspulver oder -gel auftragen. Du kannst das Pulver oder Gel bis zur Wunde des ersten Knotens auftragen.

Nun kannst Du Deinen Stiel einpflanzen. Achte darauf, dass die Stellen mit dem Stecklingspulver oder -gel vollständig von Erde oder Medium bedeckt sind.

3. Wurzelbildung

Damit Dein Cannabis-Steckling erfolgreich heranwächst, musst Du für ein perfektes Klima sorgen. Cannabispflanzen benötigen eine hohe Luftfeuchtigkeit und viel Licht, um Wurzeln bilden zu können. Hilfreich sind hierbei sog. Propagatoren, kleine Schränke mit Heizung und Beleuchtung. Du solltest die Pflanze 16 bis 18 Stunden am Tag beleuchten und regelmäßig mit Wasser besprühen, um die Luftfeuchtigkeit aufrecht zu erhalten. Verwende am besten HSP- oder LED-Lampen. So kannst Du Energie sparen. Die Temperatur sollte zwischen 24 und 28 °C liegen. Feuchtigkeit und Wärme sind nicht nur gute Wachstumsbedingungen für Hanf, sondern auch für viele Bakterien- und Pilzarten. Deshalb solltest Du Dein Stecklingshaus regelmäßig lüften.

Nach ca. einer Woche bis 10 Tagen solltest Du die Wurzeln Deiner Pflanze erkennen können. Die Stecklinge sind sehr empfindlich. Schaue daher erst nach Ablauf der Woche, ob sich etwas getan hat. Haben sich Wurzeln gebildet, war das Heranziehen Deiner Pflanze erfolgreich.

Die Vorteile von Hanfstecklingen

Das Züchten von Cannabis-Stecklingen ist nicht einfach. Allerdings sind einige Erzeuger von der Stecklingszucht überzeugt.

Das Züchten von Cannabis-Stecklingen hat den Vorteil, dass Du keine Keimlinge mehr heranziehen musst. Das Keimen von Cannabissamen braucht viel Zeit, Mühe und Aufmerksamkeit. Nicht immer gelingt es aus den Samen Pflanzen heranzuziehen. Mit der Herstellung von Stecklingen überspringst Du diesen Prozess.

Zudem weißt Du bei der Keimung nie, wie ertragreich Deine Pflanze einmal wird. Da Stecklinge Klone der Mutterpflanze sind, weißt Du bei der neuen Pflanze genau, welche Erträge sie bringen wird. Bei der Wiederauskeimung kannst Du Dir niemals sicher sein, welche Eigenschaften Deine Pflanzen haben wird.

Das Herstellen von Stecklingen ist außerdem kostengünstiger. Die einzige einmalige Anschaffung, die Du tätigen musst, ist der Propagator. Wenn Du ihn einmal hast, kannst Du ihn lange Zeit verwenden.

Auf die Stecklinge, fertig, los!

Jetzt bist Du an der Reihe. Starte Deine Stecklingszucht. Bevor Du einen Zweig Deiner Lieblingspflanze abschneidest, achte unbedingt auf die Hygiene. Nachdem Du alle Seitenäste Deines Zweigs abgetrennt hast, kannst Du ihn übergangsweise in ein Glas Wasser stellen. So schützt Du ihn vor dem Austrockenen. Bevor Du Deinen frisch gewonnenen Steckling einpflanzt, solltest Du auf den optimalen pH-Wert Deines Mediums achten. Der eingepflanzte Steckling braucht dann ca. eine Woche bis 10 Tage um Wurzeln zu bilden.

FAQ Cannabis-Stecklinge

Auf was muss ich bei der Zucht von Cannabis-Stecklingen achten?

Hygiene ist das A und O! Achte während des ganzen Prozesses darauf, dass Du saubere Hilfsmittel verwendest. Ziehe Dir beim Schneiden am besten zusätzlich Handschuhe an.

Wie lange dauert es bis Cannabis-Stecklinge wurzeln?

Die meisten Stecklinge bilden innerhalb von 7 bis 14 Tagen Wurzeln.

Sind Cannabis-Stecklinge legal?

Nein. In Deutschland ist das Besitzen einer Hanfpflanze illegal.

Quellen

Redaktion

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