Medizinisches Cannabis

Weltweit wird immer mehr Hanf angebaut & erlaubt

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Bislang galt Kanada als größter Cannabis-Produzent. Das wird auch noch lange Zeit so bleiben. Deutschland startete erst in diesem Jahr mit dem legalen Hanf-Anbau. Nun konnte Uruguay seine erste Charge ausliefern und zwar nach Australien. Dort ist die medizinische Nutzung von Marihuana erlaubt. Weltweit steigen somit die Zahl der Hersteller und zeitgleich auch die Akzeptanz gegenüber Cannabis.

10 Kilo für Australien

Weltweit wird immer mehr Hanf angebaut & erlaubtUruguay hat in seiner ersten offiziellen Lieferung zehn Kilogramm Cannabis nach Australien versandt. So war es in einer Mitteilung des Unternehmens Fotmer zu lesen.

Das südamerikanische Land erhofft sich dadurch höhere Einnahmen. In 2013 legalisiert, brauchte es sechs Jahre, um diesen Schritt vorzubereiten. Medien berichten von der „ersten landesweiten Marihuana-Industrie“.

Der Anbau geschieht durch zwei Privatfirmen. Sie haben sich nahe der Hauptstadt Montevideo angesiedelt. Alles wird strengstens überwacht. In der Region steht auch ein Hochsicherheitsgefängnis. Somit sind viele Vorkehrungen bereits getroffen worden, um illegale Möglichkeiten auszuschließen.

Entkriminalisierung von Cannabis muss kommen

Unterdessen wächst die Akzeptanz von Cannabis, ganz gleich ob in Medikamenten oder für den privaten Konsum. Das schlechte Image fällt zunehmend. Allerdings bedarf es noch einiger Schritte, um die Entkriminalisierung zu vollziehen.

So sieht es auch Robert Bischoff, welcher in der Drogenberatungsstelle von Lörrach arbeitet. Gegenüber der „Badischen Zeitung“ gab er kürzlich ein Interview.

„Man betrachtet Cannabis mittlerweile nicht mehr nur als gefährliche Rauschdroge, sondern auch als Arzneimittel, das eine sehr große therapeutische Breite hat. So ist Cannabis geeignet, um zahlreiche körperliche und psychische Störungen zu behandeln, wie etwa multiple Sklerose oder Übelkeit bei Chemotherapie“, erklärt Bischoff.

Gänzlich legalisieren würde er Cannabis dennoch nicht. Jedoch steht er für einen Erwerb geringer Mengen für private Zwecke ein. Es bedarf außerdem noch viel Forschungsarbeit. Auch die Krankenkassen müssten derartige Medikamente sowie Behandlungen unterstützen.