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Nachwachsender Rohstoff: Hanf hält Häuser warm

Nachwachsender Rohstoff: Hanf hält Häuser warm

Die meiste Zeit berichten wir von Hanf bzw. Cannabis bei medizinischer Verwendung. Doch der nachwachsende Rohstoff kann noch deutlich mehr. Bspw. lässt sich die Pflanze als Isolation verwenden. Sie sagt damit der Steinwolle und anderen Dämmstoffen den Kampf an.

Ein Beispiel aus Contern

Nachwachsender Rohstoff: Hanf hält Häuser warm Die kleine Gemeinde Contern aus Luxemburg macht es vor. Hier hat isoliert man die Lagerhallen und Bürogebäude überwiegend mit Blöcken die aus Hanf gepresst worden sind. Das Unternehmen „Contern – Lëtzebuerger Beton“ hat sich auf diese besondere Fertigung spezialisiert. Carlo Spina ist in dieser Firma als Leiter des Bereichs Bau tätig. Für ihn stellen „grüne Gebäude“ die Zukunft dar. „Dieser Isohanf hat den Vorteil, dass er völlig ungefährlich für die Umwelt ist und sich sogar bei Rückbau als Kompost für den Garten nutzen lässt“, so Spina. Im Kern fertigt das Unternehmen die Steine aus Hanf und Kalk.

Parallel dazu überlegt das Unternehmen „Knauf Insulation“ seine Steinwolle-Fabrik nach Luxemburg zu verlegen. Ein sehr umstrittenes Projekt und die Hanfsteine zeigen, dass es auch anders geht. Sie lassen sich zudem ohne teure Dübel vor das Mauerwerk bauen.

Knackpunkt Preis

Noch sind die Hanfsteine recht teuer in der Produktion. Doch mit steigendem Know How und einer höheren Nachfrage, sollten sich die Preise drücken lassen. Bis dahin greift die Mehrheit wohl noch zum Styropor. Seine sehr leichte Bauweise und die günstige Anschaffung machen es seit Jahren zum Renner. Allerdings muss es mit Flammenschutzmitteln behandelt werden. Plus die klebende Verarbeitung am Mauerwerk, wodurch keine spätere Trennung ohne Rückstände möglich ist. Bei einer späteren Entsorgung landet es im teuren Sondermüll.

Das könnten sich künftige Bauherren, Bauleiter und Entsorger ersparen. Sie müssten nur auf Hanf als Isolationsmittel umsteigen.

Übrigens: Auch Stein- und Glaswolle können hier kaum mithalten. Hohe Energiekosten und die Einstufung als Sondermüll sprechen dagegen.

Spina weiß, dass er sich mit seinem Isohanf vorerst auf einem Nischenmarkt bewegt. Es wird noch viel Überzeugungsarbeit brauchen, um Hanf in der Baubranche zu etablieren.

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