Kalifornien: Hanf-Anbau nur unter hohen Auflagen erlaubt

Kalifornien: Hanf-Anbau nur unter hohen Auflagen erlaubt

Hohe Steuern und Abgaben auf Hanf-Anbau in Kalifornien

Nach und nach legalisieren US-Staaten den Hanf-Anbau sowie dessen Verarbeitung zu Cannabis-Öl oder Edibles. Kalifornien mischt seit Jahresbeginn beim Hanf-Anabu mit. Sofort sind verschiedene Firmen aufgesprungen und setzen nun auf das grüne Gewächs. Wer jedoch im sonnenreichen Staat der USA mit dem Hanf-Anbau Geld verdienen möchte, der muss zunächst viel investieren. Unter anderem um die hohe Lizenzgebühr zu bezahlen, welche das Geschäft mit Cannabis erschwert, sowie die vielen Auflagen wenn es um den Hanf-Anbau selber geht.

Riesige Nachfrage an Cannabis-Produkten

In Kalifornien sind die Produkte schon jetzt sehr beliebt. Viele wollen legal Gras kaufen und das dürfen sie seit wenigen Wochen auch. Um die Ware „vor Ort an den Mann und die Frau zu bringen“, schießen Cannabis-Shops wie Pilze aus dem Boden. Einer davon steht auf dem Santa Monica Boulevard von West Hollywood.

Wer vermutet hier nur die Unterschicht anzutreffen, der täuscht sich gewaltig. Viele Gutverdiener halten an und nehmen die längere Wartezeit in Kauf. Denn die Nachfrage an Cannabis-Produkten könnte nicht höher sein.
Bis hierhin war es ein langer Weg. Zu medizinischen Zwecken darf Cannabis seit 1996 eingesetzt werden.

Unter staatlichen Auflagen durften in 2004 die ersten Ladengeschäfte (Dispensaries) öffnen. Sie verkauften Marihuanaknospen an Patienten mit entsprechendem Ausweis. Nun leben wir im Jahr 2018 und der Konsum von Marihuana in Kalifornien ist legal. Kaufen dürfen alle Personen ab dem vollendeten 21. Lebensjahr.

Das nichtmedizinische Geschäft ist teuer

Ganz anders sieht es dagegen in dem Sektor der nicht verschreibungspflichtigen Produkte aus. Cannabis darf in diversen Formen angeboten werden. Eine Lizenz vorausgesetzt und diese kostet mindestens 50.000 Dollar im ersten Jahr. Außerdem müssen die Hanf-Anbaugebiete rund um die Uhr mit ausreichend Kameras überwacht werden.

Das Geschäft mit den nichtmedizinischen Cannabis-Waren können sich also nur sehr reiche Unternehmen leisten. Zeitgleich sinken die Preise pro Pfund. Zu Spitzenzeiten ließ sich Cannabis für 4.000 Dollar je Pfund verkaufen. Heute ist es nur noch ein Viertel davon wert.

Diese Entwicklung begünstigt womöglich weiterhin den Schwarzmarkt, dessen Gewinnmargen ganz andere sind. Und was die Lizenzen betrifft, so erteilen diese Städte und Regierungsbezirke nach eigenem Ermessen. Dieses Verfahren erweist sich momentan noch als sehr langsam, weil die meisten Verwaltungen kaum bis gar keine Notiz davon genommen haben.

Der Artikel „Kalifornien: Hanf-Anbau nur unter hohen Auflagen erlaubt“ ist am 14. Februar 2018 erschienen.

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Bilder: Clipdealer, Tampe-Media