Wasser und Dünger: nicht zu viel und nicht zu wenig!

Hanf benötigt ausreichend Wasser und im Wasser gelöste Nährsalze.

Tipp: mit lauwarmem Leitungswasser machst Du nichts falsch

Beim Wasser an sich kann man nicht all zu viel falsch machen. Wenn Du einfach lauwarmes Leitungswasser verwendest, dann kann nichts passieren. Die Temperatur des Gießwassers sollte zwischen 20 und 25 Grad Celsius haben. Ist das Wasser zu heiß oder zu kalt, kannst Du die Wurzeln beschädigen.

Wie oft und wie viel soll man Cannabispflanzen gießen?

Wie bei den meisten Pflanzen gilt auch bei Cannabis: nicht austrocknen lassen, aber die Wurzeln dürfen auch nicht im Wasser stehen. Vor allem bei den kleinen Pflanzen ist es wichtig, dass die Erde immer zumindest leicht feucht ist. Denn kleine Pflanzen speichern an sich nicht viel Wasser und trocknen leicht aus.

Sprühen oder gießen?

Mit gießen machst Du nichts falsch und Du verpasst auch nichts. Wenn Du Outdoor growst, kannst Du Deinen Pflanzen an besonders heißen Tagen durchaus etwas gutes tun, wenn Du die Blätter besprühst und damit etwas runterkühlst. Wenn Du Indoor anbaust und Anfänger bist, dann lass lieber die Finger davon. Elektrik + Wasser sind in der Regel eine schlechte Kombination…

pH? EC? Was ist das?

Wenn Du Dich intensiver mit dem Thema Growing befasst, dann wirst Du auf das Thema pH-Wert und EC-Wert stoßen.

  • Der pH-Wert ist ein Maß für den Säuregehalt. Ein pH-Wert von 7,0 gilt als neutral. Ein geringerer Wert bedeutet „sauer“, ein höherer Wert bedeutet „basisch“ bzw. „alkalisch“.
    Hanfpflanzen sind relativ robuste Pflanzen. Als Daumenregel sagt man, dass ein pH Wert von 5,5 – 6,5 optimal ist. +/- 1 macht ihnen aber nichts aus.
  • Der EC-Wert misst den Salzgehalt. Um Überdüngung und dadurch eine Schädigung der Pflanzen zu vermeiden, kannst Du den EC Wert mit speziellen Messgeräten messen und bei zu schlechten Werten die Pflanzen mit klarem Wasser spülen. Dünger sind einfach nur Salze, die Du auf diese Art rausspülst.

Bitte keine Panik. Wenn Du mit Blumenerde arbeitest und mit Leitungswasser aus einem deutschen Haushalt gießt, dann brauchst Du Dir normalerweise um diese Themen keine Gedanken machen. Alles andere sind Themen, mit denen sich fortgeschrittene Grower befassen. Diese werden nicht im Rahmen dieses Anfänger-Tutorials behandelt.

Mit dem Wasser ist das also relativ einfach. Beim Thema Dünger sieht’s da etwas anders aus…

Dünger: nicht zu viel und nicht zu wenig!

Damit die Pflanze ihr gesamtes genetisches Potential ausschöpfen und maximales Wachstum erreichen kann, muss die richtige Menge Nährsalze zugeführt werden.

Nochmal, weil’s wichtig ist: die richtige Menge.

Wenn Du gar nichts düngst, dann wird Deine Pflanze trotzdem wachsen, sie wird auch blühen, und Du wirst auch ernten können. Aber die Pflanze wird weit hinter ihrem genetischen Potential zurückbleiben. Wenn Du Indoor growst, dann wirst Du viel Strom verschwendet haben.

Wenn Du hingegen zu viel düngst- was der häufigere Fehler ist – dann kannst Du die Pflanze beschädigen, dadurch ebenfalls im Wachstum behindern oder sie sogar dazu bringen einzugehen oder zu faulen.

Wieviel muss man düngen?

Doch jetzt die gute Nachricht: die richtige Menge Dünger zu finden ist nicht schwer! Du musst lediglich 2 Dinge können:

  1. lesen
  2. eine Anleitung befolgen

Klingt doof, ist aber wirklich so: daran scheitern die meisten Grower bzw. Growing-Anfänger.

Die Hanfpflanze hat unterschiedliche Anforderungen während der einzelnen Wachstumsphasen. Von daher ist es wichtig, die Art und Menge von Dünger an die Wachstumsphase anzupassen. Jeder Düngerhersteller hat sogenannte Düngepläne, nach denen man sich richten sollte. Darin steht genau, wann welcher Dünger zu geben ist und wie er gemischt werden muss.
Wenn Du Dich einfach nach den Düngeplänen der Hersteller richtest, wirst Du optimale Ergebnisse erzielen. Das wars! Es gibt sonst kein Geheimnis.

Welchen Dünger soll ich kaufen?

Das ist schon fast eine philosophische Frage, über die immer wieder hitzig gestritten wird. Nehme ich einen synthetischen Dünger oder arbeite ich biologisch? Flüssig oder Festdünger? Giessen oder Blattdüngung?

Synthetische Dünger „Chemie“

Das ist die Masse der am Markt befindlichen Düngemittel. Als Pulver, Korn oder flüssig in rot, blau oder sonstiger Farbe. Drinnen ist immer N-P-K, also
Stickstoff, Phosphor und Kalium als Volldüngemittel. Es werden auch spezielle Dünger für die Blütephase (mehr Phosphor) oder die Wachstumsphase (mehr Stickstoff) angeboten.

Biologischer Dünger

Biologischer Dünger sollte meiner Meinung nach immer die erste Wahl sein, wenn es um Konsumprodukte geht, und bei der medizinischen Produktion sowieso. Alles was man zu sich nimmt sollte so sauber wie möglich sein, und das gilt auch für Grass das man raucht.

Auch den Bio-Dünger gibt es inzwischen in den verschiedenen Formen von Tabs über Flüssig bis zum Festdünger.
Das Gute beim biologischen Anbau ist das man auf die Kontrolle von pH und EC-Wert verzichten kann, das reguliert sich da im besten Fall selber.

Wenn Ihr Euch weiter und tiefer in das Thema einlesen möchtet, schaut in unsere Growabteilung, dort sind immer aktuelle Beiträge, oder fragt nach unserem kostenlosen Growguide als PDF.