Kein Medi Weed aus Deutschland 2020

Kein Medi Weed aus Deutschland 2020

Die Produktion von Medi Weed leidet unter Corona

Glücklich wähnten sich die 3 Gewinner der Anbau Rechte von medizinischem Cannabis (Medi Weed), daß diese von der Regierung bekommen hatten, um die deutschen Patienten zu versorgen. Doch was ist der aktuelle Stand, wie schaut’s aus mit der Versorgung der Kranken? Wann kommt das erste Medi Weed aus Deutschland endlich in den Handel?

Schon der Start des Vergabeverfahren hatte sich um 1 Jahr verzögert und dass wegen der Ausschreibebedingungen, die unfair für deutsche Firmen waren. Nachdem das geregelt war, und es endlich eine Vergabe der Anbaurechte an 3 Firmen (Aphria Deutschland, Aurora Deutschland und Demecan) gab, ging es für diese erst einmal an den Bau der entsprechenden
Anbauanlagen, oder die Fertigstellung der Anlagen.

Dann kam im März Corona und hat alles durcheinander gewirbelt, auch für die angehenden Medi Weed Produzenten und Ihre geplannte Produktion von medizinischem Cannabis. Bedingt durch die Epidemie kam es auch bei den 3 Produzenten zu Problemen mit den Mitarbeitern, die nicht arbeiten konnten und durften, Zulieferer konnten nicht liefern, alles kam zum Stillstand oder läuft seit dem langsamer.

Die aktuelle Situation bei der Produktion von Medi Weed aus Deutschland sieht so aus, das noch nichts fertig ist, und es auch im Jahr 2020 wieder kein Medi Weed aus deutscher Produktion geben wird. Wir werden unsere Patienten weiterhin mit Importware aus Kanada und den Niederlanden und Portugal versorgen müssen.

Medi Weed
medizinisches Cannabis (Medi Weed) kann man preiswert selber anbauen

Die Firma Demecan mit Sitz in der Nähe von Dresden baut seit fast einem Jahr an den Produktionstätten, die noch immer nicht fertig sind, das heißt es wird noch eine ganze Weile dauern, bis dort die erste Ernte von medizinischem Cannabis eingefahren werden kann. Adrian Fischer, Geschäftsführer von Demecan stellt eine erste Ernte frühestens für das Frühjahr 2021 in Aussicht.

Auch die Firma Aphria, die Ihre Produktionstätte in Neumünster aufbaut, spricht von Verzögerungen, ist aber laut Artikel in der MoPo zumindestens weiter und hat seinen Bau fertig. Angeblich sollen noch im Herbst die ersten Setzlinge gepflanzt werden, diese kommen von Aphrias Mutterfirma aus Kanada. Man fängt mit 3 verschiedenen medizinischen Sorten an, aber ob diese noch in 2020 geerntet werden können ist sehr zweifelhaft.

Der dritte im Bunde, die Aurora Deutschland GmbH, ist einer der führenden Importeure und Großhändler für medizinisches Cannabis (Aurora- bzw. Pedanios-Produkte), und liefert an Apotheken und Großhändler in Deutschland. Zurzeit baut die Aurora Produktion GmbH in Leuna, Sachsen-Anhalt, eine High-Tech-Produktionsanlage und investiert einen zweistelligen Millionenbetrag. Uns liegen keine aktuellen Infos darüber vor wie weit fortgeschritten der Bau selber oder der Anbau von Pflanzen ist.

Fest steht aber das sich alle 3 Firmen gegenüber der Bundesregierung verpflichtet haben bis Ende Oktober/Mitte November medizinisches Cannabis zu liefern. Das wird aber defenitiv nicht klappen!

Versorgung mit Medi Weed dank des Auslands

Wie aus einer kleinen Anfrage der FDP-Fraktion im Bundestag hervorgeht, rechnet sogar die Bundesregierung inzwischen nicht mehr damit, das die Firmen den Vertrag Corona bedingt einhalten können und Cannabis liefern werden.

Ebendfalls durch Corona bedingt, können keine neuen Zulieferbetriebe zertifiziert werden, die Deutschland mit medizinschen Cannabis versorgen. Für die Zertifizierung müssen die deutschen Behörden die Anlagen vor Ort kontrollieren – die Mitarbeiter dürfen derzeit aber keine Flugreisen ins Ausland antreten.

So bleibt aktuell eine Versorgung der deutschen Patienten mit Ware aus Kanada, Portugal und den Niederlande. Eine sehr einfache und auch preiswerte Lösung für dieses Problem ist es die Patienten die es wollen und können, sich selber versorgen zu lassen. So wie es in sehr vielen Ländern der Fall ist, gerade erst wieder in Thailand und Paraguay

Medi Weed
Medi Weed wächst im Garten ohne Kosten…

Statt der Selbstversorgung und damit auch der preiswerten Versorgungssicherheit, muß in Deutschland der Patient bitten und betteln das er einen Arzt findet der überhaupt Ahnung von Cannabis Medizin hat und diese auch verschreibt. Wenn das geschafft ist hat man als nächste Hürde noch den medizinischen Dienst und die Krankenkassen vor sich.

Wie schön wäre es doch wenn der mündige Bürger sich seine Medizin selber anbauen darf, und statt 24,- Euro pro Gramm nur noch 3-4 Euro für einen Samen ausgibt, der kostenlos im Garten wächst, oder für kleines Geld Indoor angebaut werden könnte.
Es ist noch einlanger Weg für deutsche Patienten, und ein noch längerer Weg für Freizeit-Genießer…

Die Kurzmeldung „Kein Medi Weed aus Deutschland 2020“ wurde am 18. September 2020 veröffentlicht

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