Von der ärztlichen Hanftherapie bis zum Hanfstreik!

Von der ärztlichen Hanftherapie bis zum Hanfstreik!

Ein Patient der ärztlichen verordneten Hanf-Therapie bezieht derzeit öffentlich Stellung. Seine Kernaussage lautet: „Cannabis gibt mir Lebensqualität zurück“. Ein Botschaft die aufhorchen lässt. Wer sich die heilsame Droge nicht leisten kann, der muss die Schmerzen aushalten. Damit sich das Gesetz diesbezüglich ändert und um Aufmerksamkeit zu erregen sind jetzt Schwerkranke für den Hanf in den Hungerstreik getreten. Weiterhin ist die Pflanze als Ersatz für Graphen im Gespräch und soll sogar Alzheimer heilen können.

Erfahrungen eines Schmerzpatienten

Seinen echten Namen möchte er nicht nennen, da er einer geregelten Arbeit nachgeht. Selbst wenn sein Hanf-Medikament ihm ärztlich verordnet wurde, ist es ein Tabu-Thema. In seiner Arbeit würde es vielleicht nicht akzeptiert werden. Der 40-jährige aus Lippe möchte für eine straffreie Cannabis-Behandlung eintreten, welche von den Krankenkassen bezahlt werden soll. Denn derzeit kann sich diese Therapie nicht jeder leisten.
Er inhaliert jetzt seit einem knappen Jahr maximal 16,8 Gramm Cannabis-Blüten über einen Vaporizer. Eine zu geringe Menge um in einen Rauschzustand zu geraten. Die Behandlung hat ihm jedoch Lebensqualität zurückgegeben, die er in den vergangenen Jahren vermisst hat. Die Kosten dafür belaufen sich mit 250 Euro monatlich, die der Patient trägt, noch im unteren Bereich der Cannabis-Patienten.

Hungerstreik für die Hanftherapie

Ute Köhler bekommt von einem Sponsor die Kosten für ihr Medikament erstattet. Ohne hätte sie keine Chance, denn es würden zusätzliche Ausgaben in Höhe von 700 bis 900 Euro anfallen. Die Schmerzpatientin war schon kurz vor dem Ende, lag auf der Schmerzstation und wusste nicht mehr ein und aus, als ein Arzt ihr das Cannabis-Mittel verabreichte.
Seit 14 Jahren kämpft sie jetzt für die Legalisierung und ist derzeit in den Hungerstreik getreten. Unterstützt wird sie von fünf weiteren Hungernden. Ihre Motivation ist ihre eigene Angst. Denn wenn sich ihr Sponsor zurückziehen sollte, könnte sie sich das notwendige Medikament nicht mehr leisten. Aber natürlich können auch andere von ihrem Kampf profitieren.

Hanf als Graphen-Ersatz?

Hanf ist eine Pflanze mit vielen wunderbaren Eigenschaften. Sie wird nur zu häufig auf die berauschende Wirkung reduziert. Sie kann zu Öl, Kleidung oder einem Medikament verarbeitet werden. Und jetzt ist sie auch als Ersatz für Graphen im Gespräch. Forschung und Wissen berichtet darüber, wie Hanf mit der Kohlenstoffmodifikation konkurrieren kann und wo die Vorteile liegen.

Kiffen führ zu Gedächtnisproblemen?

Lange Zeit wurde Kiffern nachgesagt, dass sie Probleme mit dem Gedächtnis bekommen. Das Journal of Alzheimers Disease hat jetzt allerdings die These aufgestellt, dass kleine Dosen des Wirtstoffs THC, enthalten im Hanf, eine Weiterentwicklung der Alzheimer-Erkrankung verzögern oder sogar stoppen kann. Es wird auf eine Studie der Universität Florida Bezug genommen, wie der Focus berichtet.

Wie wird ein Cannabis-Konsument im Krankenhaus behandelt?

Diese Frage wird unter anderem im Hanfjournal derzeit sehr anschaulich beschrieben. Mit Brustschmerzen selber ins Krankenhaus gefahren, wurde der Patient auf Herz und Nieren untersucht. Als ein erhöhter THC-Wert im Blut festgestellt wurde, war die angebliche Lösung jedoch schnell gefunden. Die Ärzte offenbarten dabei ein Unwissen über Cannabis, deren Einnahme und Folgen, dass einem Zweifel an deren Kompetenz kommen.

Der Artikel „Von der ärztlichen Hanftherapie bis zum Hanfstreik!“ ist am 7. September 2014 veröffentlicht worden.

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Bilder: Pixabay, Tampe-Media