Einer von drei Jugendlichen raucht Joints!

Einer von drei Jugendlichen raucht Joints!

Das Rauchen von Joints ist verboten und Jugendliche scheinen von einer solchen Untersagung nur umso mehr angezogen zu werden. Wie erklärt es sich sonst, dass zumindest jeder dritte Jugendliche (laut PEW-Studie) im Alter zwischen 15 und 23 gelegentlich zum Joint greift? Tatsächlich ändert sich die Einstellung zur sogenannten Einstiegsdroge derzeit.

Amerika als Vorreiter in der Legalisierung von Marihuana

Es wird heiß diskutiert, ob der Verkauf und der Konsum von Joints legalisiert werden sollten. In Amerika wurden erste Maßnahmen ergriffen. Denn nachdem Colorado als erster Bundesstaat den Verkauf legalisiert hat, ist nun Washington nachgezogen. Welche Aspekte sprechen schließlich für den legalen Verkauf von Marihuana?

  • Ungefährlicher Erwerb – Einer von drei Jugendlichen, so ist es aus einer aktuellen Umfrage hervorgegangen, konsumiert Joints. Die Zahl könnte noch höher liegen, weil viele bei der Erhebung gelogen haben könnten. Warum ist Marihuana eine Einstiegsdroge? Weil sie nicht legal ist! Denn könnte sie von jedem legal erworben werden, kämen Jugendliche nicht in Kontakt mit zwielichtigen Personen, die auch Zugang zu härteren Drogen gewährleisten.
  • Städtische Einnahmen – Anstatt dass die Kriminellen die Einnahmen aus dem Verkauf von Joints verbuchen, würde die Stadt Geld kassieren. Zudem wird gewährleistet, dass die Drogen „sauber“ sind.
  • Entlastung der Judikative – Die Gerichte werden mit vielen Fällen von Marihuana-Verkauf und Besitz beschäftigt. Auch die Gefängnisse füllen sich mit Festnahmen wegen des Rauchens von Joints. Bei einer Legalisierung würde eine Entlastung eintreten.
  • Vergleich mit Alkohol – Viele Jugendliche sehen heute den Konsum von Alkohol als gefährlicher an, als das Rauchen von Joints. Die Sterblichkeitsrate bei Jugendlichen durch Alkohol ist tatsächlich höher, als durch Marihuana.

Von den USA zur EU – Cannabis-Konsum in Prozent

Die Vorteile für den legalen Konsum hätten noch weitergeführt werden können und gelten natürlich weltweit. Interessant ist noch eine weitere Statistik zur Thematik. Dabei handelt es sich um den Konsum von Cannabis innerhalb der EU in Prozent. Die Top Five Länder können nachfolgend eingesehen werden.

  • Irland – 28 Prozent
  • Frankreich und Slowenien – 25 Prozent
  • Spanien – 22 Prozent
  • Tschechien und Österreich – 20 Prozent
  • Italien und Dänemark – 19 Prozent

Deutschland liegt mit 18 Prozent gleichauf mit Estland und einen Prozentpunkt über dem EU-weiten Schnitt von 17 Prozent. Cannabis ist noch immer die meistkonsumierte Droge innerhalb der Europäischen Union.

Joints teilen die Meinungen der Experten!

Länder, wie derzeit Amerika, legalisieren Marihuana schrittweise. Auch in Portugal und Tschechien ist zumindest der Besitz von geringen Mengen Cannabis gestattet. In den Niederlanden wurde die Legalisierung unter Auflagen in den 70ern durchgeführt.
In den meisten Nationen der Europäischen Union ist der Konsum gar nicht strafbar. Der Besitz und allen voran der Verkauf sind jedoch nicht legal. Marlene Mortler ist eine deutsche Drogenbeauftragte und setzt sich gegen die Legalisierung ein. Ihr Argument sind die Jugendlichen, die in immer größerer Anzahl wegen gesundheitlicher Beeinträchtigungen zu den Beratungsstellen strömen. EU-weit waren es im abgelaufenen Jahr 18,1 Millionen Menschen, die Cannabis konsumiert haben.