Drogenbeauftragte Ludwig steht auf Cannabis

Drogenbeauftragte Ludwig steht auf Cannabis

Kurz vor dem Ende Ihrer Karriere als Drogenbeauftragte knickt Ludwig ein

Ich habe kaum meinen Augen getraut, als ich heute Morgen beim Lesen meiner Tageszeitung die Meldung entdecke, daß nach dem Willen der Bundesdrogenbeauftragten D. Ludwig bald bundesweit eine einheitliche Grenze von 6 Gramm gelten soll, bis zu der Cannabisbesitz strafffrei sein soll und nur noch als Ordnungswiedrigkeit gilt.

Überrascht hat mich weiter die Aussage der Bundesdrogenexpertin! „Klar ist, dass Cannabis nicht so gefährlich ist wie Kokain oder Heroin. Richtig ist auch, dass es um andere, bessere Sanktionen und um eine Entlastung von Polizei und Justiz gehen muss“.

Drogenbeauftragte Daniela Ludwig
Drogenbeauftragte Daniela Ludwig

Wow, kaum 4 Jahre im Amt, fallen solche Aussagen kurz vor Ihrer Entlassung. Woher Frau Ludwig diese Erkenntnisse nimmt sagt Sie leider nicht. Bisher war die CSU-Dame eher damit aufgefallen, das Sie mit dem Bierglas in der Hand gegen Drogen wettert, von denen Sie selber keine Ahnung hat. Was Sie von daher zur Drogenbeauftragte qualifiziert, ausser der CSU Mitgliedschaft, und dem Wunsch der Parteigranden, diese doch irgendwo unterzubringen, hat sich den vielen echten Drogenenxperten im Land bisher nicht erschlossen.

Nun kurz vor dem Ende Ihres Amtes, plappert Sie auf einmal das nach, was seit langen schon jeder Spatz vom Dach pfeift, wofür unsere Drogen-Danni aber 4 Jahre brauchte, nähmlich die simple Erkenntnis, das Cannabis nicht so schlimm ist wie Kokain oder Heroin. Hammer Dani, das hätte Dir ein großer Teil der über 16 jährigen Mit-Menschen im Land auch so sagen können, von den vielen Experten und Usern mal ganz zu schweigen.

Und dann kommt als Lösungsansatz der kleinste aller Nenner zum Tragen, voll CSU ebend, spricht Ludwig gönnerhaft von 6 Gramm, die Sie als OK ansieht, für Bayern sicher eine Megaleistung, aber woanders ist man da schon lange weiter. Es gibt in der BRD schon Bundesländer die 15g tolerieren, und es gibt um uns herum Länder die Cannabis schon garnicht mehr sanktionieren, sondern frei geben und damit super Erfahrungen machen, und eine Menge an Steuergeldern reinholen.

Natürlich hat das Angebot einen Haken: Wer mit 6g oder weniger erwischt wird, dem wird natürlich die Droge weggenommen, aber er muß nicht mehr mit Knast und Strafe rechnen. Nein jetzt darf er zum Arzt und/oder Drogenberatung gehen, damit sein nicht gesellschaftskonformer Konsum von Cannabis geandet und behandelt werden kann. Wäre interesant zu wissen wie Danni dann mit Wiederholungstätern umgeht, immer wieder zur Beratung? Oder dann doch in den Knast? Da schweigt sich die Drogenbeauftragte leider aus

Nun also möchte die Drogenbeauftragte die großzügige spielen, und merkt mal wieder nicht, das die Gesellschaft da schon weiter ist. Während um uns herum Millionen Menschen Cannabis seit Jahren und Jahrzenten ohne Probleme konsumieren, ist es in den Augen der konservativen Drogenbeauftragten eine gefährliche Droge, die in die Abhängigkeit und Elend führt. Man könnte glauben Sie spricht vom Alkohol, den Sie immer wieder ohne Probleme in jede Kammer hält und abfeiert.

Natürlich gibt es Menschen die mit Cannabis nicht klarkommen, so what…. keiner muss Cannabis konsumieren, und wenn wir eine legale Situation hätten, in der nicht nur ein Jugendschutz sondern auch professionelle Aufklärung existieren würde, dann hätten wir diese Probleme wohl kaum noch.

Zudem, wieviele Probleme hat die Gesellschaft durch den legalen Alkohol und Tabak? Jeder kennt die Alkleichen nach Feiern und Festen, die Gewalt und Aggression die von Besoffenen ausgeht. Denken wir auch an all die Verkehrstoten durch Alkohol und Gewalt gegen Frauen und Kinder, weil Vater besoffen nach Hause kommt….

Wirkliche Experten und Drogen-Kenner fordern seit Langem zu Recht eine komplette Freigabe und Legalisierung von Cannabis auch für Deutschland, und das sind nicht nur Konsumenten sondern viele Ärtze, Wissenschaftler, Polizisten und Richter, alle mehr qualifiziert als die Drogenbeauftragte selber.

Nur durch eine echte Legalisierung kann man die Probleme wie Jugendschutz, Aufklärung und Qualitätskontrolle in den Griff bekommen. Wer der Mafia den Markt überläßt darf sich nicht über Drogentote und kiffende Kinder beschweren…

Der Artikel „Drogenbeauftragte steht auf Cannabis“ ist am 23. August 2021 erschienen