Medizinisches Cannabis

Forscher überprüfen – kann Cannabis gegen Krebs eingesetzt werden?

Mit der Forschung zum Einsatz von Cannabis gegen Krebs haben sich spanische und englische Wissenschaftler zusammengetan. Vielen ist Cannabis nur als Droge oder Rauschmittel bekannt. Dass die Hanf-Pflanze auch in der Medizin Einsatz finden kann, wissen viele leider nicht. Ein Bestandteil des Cannabis, das sogenannte Tetrahydrocannabinol (THC), soll zukünftig dabei helfen Tumore schrumpfen zu lassen.

Tierversuche mit Cannabis gegen Krebs waren erfolgreich!

Forschungsprojekte zum Thema Cannabis gegen Krebs wurden in den Universitäten East Anglia und Complutense de Madrid durchgeführt. Versuchsmäuse wurden mit Zellen von Brustkrebs infiziert. Die Behandlung mit THC hat die Tumore am Wachstum gehindert und bei höherer Dosierung sogar zur Verkleinerung geführt. Dies führen die Forscher auf zwei unterschiedliche Rezeptoren zurück.

  1. CB2
  2. GPR55

Das Zusammenspiel dieser im Cannabis enthaltenen Rezeptoren hilft bei der Krebsbekämpfung. Beide sind sie im THC enthalten. Diese Erkenntnisse wurden auch in der Fachzeitschrift „Journal of Biological Chemistry“ im Amerika veröffentlicht.

Gefahren bei der Selbstbehandlung mit Cannabis gegen Krebs!

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Quelle: Fotolia; rolffimages

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Experten gehen davon aus, dass Krebspatienten diesen „Strohhalm“ selbstständig zu ergreifen versuchen, wenn der zuständige Arzt von einer solchen Behandlung absieht. Tatsächlich ist eine Selbstbehandlung nicht erfolgsversprechend.

Um den humanen Krebs behandeln zu können, muss eine Anwendung ausgearbeitet werden, die für den Menschen ohne Gefahr ist. Um dies zu erreichen sollte das Medikament synthetisch auf Basis von THC hergestellt werden.

Pharmaindustrie informiert sich über Forschungsstand

Nicht nur Betroffene, sondern auch die Pharmaindustrie hat sich bereits über die Forschung an der Universität von East Anglia informiert. Der Industrie geht es vornehmlich darum einen Weg zu ersinnen, wie der Wirkstoff auf synthetischer Basis gewonnen werden kann. Dies würde bedeuten, dass die Rezeptoren nicht aus der Cannabis-Pflanze gewonnen würden.

Während die Forschung bei Mäusen bereits zu Erfolgen geführt hat, müssen für den Menschen noch weitere Faktoren überprüft werden. Als nächstes wird die perfekte Dosierung für den menschlichen Körper ermittelt. Auch hier werden die beiden genannten Universitäten aus Spanien und England wieder zusammenarbeiten.

Gilt Cannabis als zweitklassiges Medikament in Deutschland?

Schon vor Jahren gab es erste Ergebnisse bezüglich der Verwendung von Cannabis gegen Krebs. Im Jahr 2007, so wurde von der Huffington Post berichtet, konnten die Wissenschaftler Sean McAllister und Pierre Desprez bereits Erfolge bei der Behandlung von Brustkrebszellen vorweisen. Auch hier wurden Tiere als Versuchspersonen verwendet.

Angeblich wurden die Untersuchungen inzwischen auf weitere Krebsarten ausgeweitet. Die wachstumsverringernde und teilweise sogar zurückgehende Wirkung sei dieselbe, sofern eine hohe Konzentration von ID-1 bei der Krebsart auftritt. Die Forschungen in Bezug auf Cannabis gegen Krebs finden im Ausland statt. In Deutschland ist eine solche Behandlung eher unüblich, auch wenn mit Cannabis bereits Erfolge gegen Krebs erzielt wurden.[/fusion_builder_column][/fusion_builder_row][/fusion_builder_container]

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