Marihuana Sorten und Begriffserklärungen

Marihuana Sorten und Begriffserklärungen

Wenn Du auf dem Gebiet Marihuana / Cannabis noch neu bist, wirst Du zwangsläufig über eine verwirrende Vielzahl an Begrifflichkeiten und Sorten stolpern, die zunächst irritieren. Wir bringen Licht ins Dunkel hinter dem Wirrwarr an Kategorien, Darreichungsformen und Sorten und bieten einen Überblick.

Marihuana, Cannabis, Haschisch, Weed, Gras und Co. Was ist was?

Cannabis

Cannabis ist zunächst einfach nur der lateinische Name der Hanfpflanze, wobei zwischen Cannabis Sativa und Cannabis Indica unterschieden wird. Hierzu sei allerdings gleich vorweggenommen, dass über diese Unterscheidung große Uneinigkeit herrscht – nicht nur unter Botanikern, sondern auch unter Konsumenten der Blüten. Der Begriff Cannabis wird jedoch auch häufig synonym für die THC-haltigen Blüten benutzt.

Während man Cannabispflanzen im Innenraum meist unter Pflanzenlampen kultiviert, ist es in unseren Breitengraden inzwischen auch möglich, die Pflanzen im Freien anzubauen, wenn man den richtigen Zeitpunkt und Standort wählt.

Marihuana

Marihuana bezeichnet die Blüten der weiblichen Cannabispflanze, also diejenigen, die später getrocknet geraucht werden. Denn männliche Pflanzen, ebenso wie befruchtete weibliche, produzieren keine THC-haltigen Blüten. Der Name Marihuana ist dabei auf Einwanderer aus Mexiko in den Vereinigten Staaten zurückzuführen. Obwohl er damals durch gezielte Schmähkampagnen und Propaganda auf sehr rassistische Weise besetzt wurde, bleibt dieser Name bis heute.
Begriffe wie Weed, Gras oder modernere Varianten aus dem Jugendslang wie „Bubatz“ meinen dabei alle dieselben weiblichen und rauchbaren Blüten der Cannabispflanze, welche nebst anderen Stoffen vor allem THC enthalten.

Haschisch

Haschisch wird durch Pressung aus dem Harz der weiblichen Pflanze gewonnen. Es hat eine deutlich höhere Dichte als die bröseligen getrockneten Blüten. Es kann ähnlich wie Marihuana zum Rauchen oder der Herstellung von THC-haltigen Lebensmitteln genutzt werden, wobei für das Rauchen von Haschisch meist ein „Träger“ wie etwa Tabak zum Einsatz kommt, da das Harz für sich nicht besonders gut abbrennt. Aber auch Brownies, Cookies oder andere Backwaren werden häufig mit Haschisch zubereitet und werden dann als sogenannte „Edibles“ (also Essbares) angeboten.

Hierbei ist zu beachten, dass die orale Einnahme in Form von Nahrung mit THC deutlich potenter ausfallen kann. Die Wirkung tritt zudem sehr zeitverzögert ein, während das Rauchen der Blüten unmittelbar Wirkung zeigt! So kann die Stärke der psychoaktiven Wirkung schnell ein angenehmes Maß übersteigen.

THC, CBD und Co.

THC steht für Tetrahydrocannabinol. Dabei handelt es sich um den Hauptwirkstoff des Cannabis und einen psychoaktiven Stoff. Die Potenz einzelner Sorten variiert dabei gewaltig. Von sehr milden Sorten mit einem THC-Gehalt von 2-5 % geht es rauf bis enorm potenten Züchtungen, die inzwischen einen Wirkstoffgehalt von 25 % und mehr erreichen.

CBD ist seit ein paar Jahren vor allem als Modeprodukt aus allen möglichen Bereichen bekannt.
Das Kürzel steht für Cannabidiol und dieses ist neben dem bekannteren THC ein weiterer Wirkstoff aus den Blüten der weiblichen Hanfpflanze. Seine Bekanntheit der vergangenen Jahre erreichte das CBD vor allem durch nicht eindeutige Gesetzeslagen. Denn während THC beispielsweise in Deutschland durch das Betäubungsmittelgesetz ähnlich wie in vielen anderen Ländern seit Ewigkeiten verboten ist, existieren für diesen Wirkstoff weniger Reglementierungen.
CBD hat keine psychoaktive Wirkung wie das THC. Es wird jedoch als angsthemmend und entkrampfend beschrieben. Auch medizinische Effekte wie etwa eine entzündungshemmende Wirkung werden aktuell beschrieben.

Während CBD früher als natürlicher Bestandteil im Cannabis vorzufinden war, züchtete man diesen Stoff lange bewusst aus den Sorten „heraus“, während man gleichzeitig den TH- Gehalt immer weiter in die Höhe trieb.

Andere Darreichungs- und Konsumformen

Rauchen

Die mit Abstand bekannteste und älteste Form des Marihuana-Konsums ist das Rauchen. Das Rauchen von THC-haltigem Marihuana wird, wie man inzwischen weiß, bereits seit etwa 2500 Jahren praktiziert.
Heute rauchen Konsumenten die Blüten entweder pur oder mit Tabak in Joints oder als Haschisch oder Blüten in der Bong. Auch kleine Pfeifen werden vereinzelt eingesetzt.
Die Blüten werden meist mit einem sogenannten Grinder gemahlen und anschließend mit oder ohne Tabak in ein Paper gerollt. Um die Lunge etwas zu schonen, kannst Du dabei zu Aktivkohlefiltern greifen.

Mittels Vaporizer / Vaporisator

Seit einigen Jahren erfreut sich der Vaporizer immer größerer Beliebtheit. Hier werden die getrockneten Blütenteile lediglich in einem kleinen elektronischen Gerät erhitzt, nicht aber verbrannt. Die Wirkweise ist hierbei ähnlich dem klassischen Joint, allerdings geht man davon aus, dass negative gesundheitliche Effekte wie etwa starke Belastungen der Lungen hiermit kleiner ausfallen. Auch der Geruch hält sich beim Verdampfen eher in Grenzen.
Vaporizer kannst Du hier finden.

Edibles

Wie oben schon erwähnt, können aus Blüten oder Haschisch auch essbare Cannabisprodukte hergestellt werden. Diese wirken langsamer, dafür aber potenziell stärker als beim Rauchen. Der klare Vorteil der Edibles (Esswaren): Die für den menschlichen Körper sehr ungesunden Effekte des Rauchens bleiben völlig aus.

Dabbing / Dabben

Das Dabbing ist noch eine recht neue Erscheinung und kommt primär aus den Staaten. Hierbei wird ein hoch potentes THC-Konzentrat auf eine heiße Oberfläche getupft und der entstehende Dampf inhaliert.
Diese Konzentrate erreichen dabei Wirkstoffgehalte von teils über 75 %.

Sortenvielfalt beim Cannabis

Indica und Sativa

Wenn wir uns in den entsprechende Shops umsehen, fällt zunächst auf, dass die Sorten überkategorisiert vor allem in zwei Bereiche unterteilt sind; Indica und Sativa.
Die meisten Konsumenten beschreiben den Unterschied dahingehend, dass Indica eher entspannend und Sativa eher antreibend wirkt. So wird Indica tendenziell von Menschen bevorzugt, die sich gerne abends ruhig zurückziehen und vielleicht nach dem Konsum etwas Kreativem nachgehen möchten, während Sativa eher zu aktiveren Tätigkeiten einlädt.
Aber auch Kreuzungen sind möglich, wobei die Hersteller von Samen oder verkaufsfertigen Endprodukten meist die Anteile der Kreuzungen angeben.

THC- und CBD-Gehalt

Das nächste große Unterscheidungskriterium sind die Wirkstoffgehalte. Während einige Konsumenten auf „Härter, schneller, weiter“ bedacht sind, suchen andere bewusst nach weniger hochgezüchteten Erzeugnissen. Ein THC-Gehalt von 25 % zum Beispiel ist enorm hoch, während 5 bis 10 Prozent eher geeignet sind, um die Sache einmal auszuprobieren.

Inzwischen gibt es eine gigantische Sortenvielfalt, die ähnlich wie etwa bei Chilis durch gezielte Kreuzungen zustande kommt.

Bekannte Sorten sind beispielsweise:

  • Amnesia Haze
  • Lemon Haze
  • Blueberry
  • Cheese
  • Skunk
  • Diesel und Sour Diesel
  • Northern Lights
  • White Widow
  • OG Kush
  • Critical Kush

Neben diesen gibt es noch viele mehr. Ein paar Gattungen innerhalb der Kreuzungen sind Haze, Kush und Skunk, die allesamt in vielen unterkategorisierten Sorten zu finden sind.

Unterscheiden tun sich alle Kreuzungen nicht nur im THC- oder CBD-Gehalt, sondern auch in Sachen Geruch und Geschmack. In Bezug auf die Pflanzen, aus denen das Endprodukt dann hervorgeht, unterscheiden sie sich weiter. So werden die verschiedenen Sorten verschieden groß, wachsen verschieden schnell und auch der Ertrag variiert ordentlich.

Gesetzeslage zum Besitz und Konsum von Cannabis

Der Anbau von Cannabis ist in Deutschland und einigen anderen Ländern ebenso wie der Besitz und Handel verboten. Mit der anstehenden Gesetzesänderung in Deutschland könnte sich das bald ändern und auch der Privatanbau zur Selbstversorgung ins Legale überführt werden. Bis dahin weisen wir darauf hin, dass Du Dich strafbar machst, wenn Du in Deutschland oder anderen Ländern mit ähnlicher Gesetzeslage Cannabis oder auch nur Nutzhanf privat anbaust, kaufst, verkaufst oder öffentlich konsumierst. Bitte informiere Dich, wie die aktuelle Gesetzeslage in Deinem aktuellen Heimatort aussieht.

Wenn Du Dich über die genaue Gesetzeslage in Deutschland informieren möchtest, findest Du hier den aktuellen Gesetzestext des Betäubungsmittelgesetzes, welches alle Legalitätsfragen rund um Cannabis regelt.

FAQ zu Marihuana Sorten

Welche Konsumformen für Marihuana bestehen?

Meist wird Marihuana geraucht, mittels Vaporizer verdampft, oder als Edible gegessen. Neuer ist das Dabbing.

Was sind bekannte Sorten von Marihuana?

Bekannte Sorten sind beispielsweise White Widow, Lemon Haze, Blueberry, Cheese, Skunk, Diesel, Northern Lights oder OG Kush.

Wo liegt der Unterschied zwischen Marihuana und Haschisch?

Als Marihuana werden die getrockneten Blüten der Pflanze bezeichnet, die typischerweise geraucht werden. Haschisch wird hingegen aus dem Harz der Pflanze zu kleinen, dichten Blöcken gepresst.

Quellen

Redaktion

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