Von der Legalisierung in Amerika zur Lage in Deutschland und der Schweiz!

Von der Legalisierung in Amerika zur Lage in Deutschland und der Schweiz!

In dieser Woche gab es weitere Abstimmungen in den USA. Zwei Bundesstaaten haben sich gegenüber Marihuana geöffnet. In Deutschland wird hingegen die Debatte weitergeführt, ob Cannabis schädlich ist oder nicht. Auch die Schweiz fährt eine dezente Hanf-Politik. Dabei gibt es gerade aus den Bundesstaaten in den USA schon positives Feedback. Sogar ein legaler Marihuana-Lieferdienst wurde bei San Francisco eingeführt.

Amerika – Oregon und Alaska öffnen sich gegenüber Cannabis

In Oregon und Alaska stimmten die Wähler für die Legalisierung von Marihuana. Ab einem Alter von 21 Jahren darf in Oregon das Rauschmittel besessen werden. Es ist zudem gestattet selber vier Pflanzen zu halten. In Alaska sind sogar maximal sechs Hanfpflanzen erlaubt. Die Legalisierung soll nach dem Vorbild von Washington und Colorado durchgeführt und daher auch besteuert werden.
Auch in der amerikanischen Hauptstadt Washington stimmten 65 Prozent für die Legalisierung. Paradox ist hingegen, dass Cannabis nach Bundesgesetzen noch immer als illegale Droge gilt. In Florida wurden 60 Prozent der Wähler für die Legalisierung benötigt. Es wurden jedoch nur 58 Prozent erreicht, wie auch die Süddeutsche berichtet.
Generell geschieht in Amerika derzeit etwas, was sich viele Bürger auch in Deutschland wünschen würden. Zahlreiche Abstimmungen führen zum Erlaubten Konsum von Cannabis. Selbst die Republikaner stehen nicht mehr geschlossen hinter einem Cannabis-Verbot. Zudem verbreitet sich die Marihuana-Bewegung schneller als die Home-Ehe, wie aus einem Artikel der Handelszeitung hervorgeht.
Was hat die Cannabis-Legalisierung in Amerika bereits erreicht? Es wurden zehntausende neue Jobs geschaffen, über 45 Millionen Dollar an Steuergeldern konnten eingenommen werden und der illegale Handel mit Marihuana kam praktisch zum Erliegen. Dagegen hatten Gerichte über Jahrzehnte einen erfolglosen Kampf geführt. Eine schöne Geschichte, gespickt mit den genannten Vorteilen, kann im MZ-Web eingesehen werden.
Diese Vorzüge könnten auch eine positive Entwicklung auf Deutschland und die Schweiz haben. Aber hier wird weiterhin gemauert!

Cannabis-Legalisierung in Deutschland und der Schweiz

Nicht nur die Politik, auch die Bürger der Bundesrepublik lehnen die Legalisierung von Marihuana zu einem großen Teil ab. Ein Hoffnungsschimmer zeigt sich jedoch bei der medizinischen Verwendung von Cannabis. Denn hier waren immerhin 82 Prozent der Befragten von einer Notwendigkeit überzeugt. Derzeit gibt es lediglich 300 Frauen und Männer, die eine Sondergenehmigung besitzen, wie die Zeit zu berichten weiß.
Aber auch Deutschland ist auf einem guten Weg. Denn nur wenige halten Cannabis für gefährlicher als Alkohol. Gerade in der jungen Generation wird Hanf liberaler eingeschätzt. Bereits jetzt sind 30 Prozent für eine vollständige Legalisierung. Der Hanfverband kündigte laut Heilpraxis.net an, dass eine große Medienkampagne mit Kinospots für die Legalisierung werben soll. Gerade jetzt wo das Thema in den USA aktuell und somit in den Köpfen der Bundesbürger ist, könnte diese Werbung auf offene Ohren stoßen.
Die Berner Zeitung berichtet hingegen aus der Schweiz. Auch hier werden Stimmen der Legalisierung laut. Besonders der Alkohol-Vergleich wird hier herangezogen. Bei einer Forumsdiskussion wurden aber anscheinend nur Befürworter des Cannabis eingeladen, was Stadtrat Roland Jakob wiederum verurteilt hat. Eine anständige Regulierung hat seiner Ansicht nach eine fachliche Diskussion voraus zu gehen.