Cannabis-Legalisierung – Was Politiker planen!

Cannabis-Legalisierung – Was Politiker planen!

Beim Thema Cannabis scheiden sich die Geister, die Länder und Politiker. Ein gutes Beispiel ist Amerika, wo eine langsame Liberalisierung stattfindet. Während der Hanf in einigen Bundesstaaten jedoch erlaubt ist, muss einige Meter weiter vielleicht schon auf das Kiffen verzichtet werden. In Deutschland nimmt die Zahl der Fürsprecher in der Regierung ebenfalls zu. Es gibt Anregungen zu Modellprojekten und einige Politiker fordern selbst schon lautstark die Freigabe.

Politiker der SPD streben liberaleren Umgang mit Cannabis an

Zum Ende letzten Monats hat die SPD zu einem „gesundheitspolitischen Dialog“ ins Abgeordnetenhaus geladen. Während Befürworter der Legalisierung sich ein Schmunzeln ob dieser Eröffnung vielleicht nicht verkneifen können, gibt es auch weiterhin wiederstand. Als das Thema aufkommt, ruft ein Mann aus dem Publikum „Cannabis ist eine schlimme Droge“. Er zetert über den Einfluss der Cannabis-Lobby.
Nach kurzem Zögern erhält er von einer Mutter Zustimmung, die über die Leichtigkeit erschrocken ist, mit welcher die Diskussion geführt wird. Eine weitere Frau stimmt ein und ruft: „Das Letzte was wir brauen, ist die Legalisierung einer weiteren Droge!“
Von Seiten eines Experten wird von kontrollierter Produktion und Abgabe gesprochen. Das Wort Legalisierung vermeidet er ganz bewusst. Dieser Wiederstand zeigt, dass auch schlechte Erfahrungen gemacht wurden. Dennoch war ein Großteil der Anwesenden für eine Freigabe von Cannabis, wie auch der Tagesspiegel berichtet.

Verstärkte Aufklärung der Krankenkassen zum Thema Cannabis

Der Leiter der Suchberatung bei der Awo, Dieter Requardt, spricht bei Cannabis vom Rauschmittel. Er sagt, dass es eine Fehlinformation sei, dass viele davon ausgingen die Droge mache nicht süchtig. Generell forderte er mehr Aufklärung, wo das Thema Legalisierung an Fahrt aufnimmt. Er dem Suchtexperten hält eine kontrollierte Freigabe für den besten Weg.
Problematisch sieht er die beiden Extreme. Auf der einen Seite die Personengruppe, welche Cannabis und Drogen an sich verurteilen und auf der anderen Seite die absoluten Verharmloser. In der WZ wird zudem berichtet, dass die Freigabe der organisierten Kriminalität einen Großteil der Kunden abspenstig machen könnte.

Cannabis in Amerika – Da wächst was!

Die Überschrift spielt mal nicht auf den Cannabis parse an. Eine aktuelle Studie belegt jedoch, dass die Hanf-Branche zu den am stärksten wachsenden Wirtschaftszweigen des Landes zählt. Ein Anstieg um 74 Prozent innerhalb eines Jahres ist durchaus beachtlich. Auf Dollar bezogen hat sich der Wert von 1,5 auf 2,7 Milliarden erhöht. Forscher haben Berechnungen angestellt nach denen die Marihuana-Industrie, sollte sämtliche Bundesstaaten die Droge Legalisieren, mehr Umsatz erwarten kann, als Bio-Lebensmittel.
Wie N24 berichtet wird auch in diesem Jahr mit einem enormen Anstieg gerechnet. Die hohen Zahlen aus dem Vorjahr werden wohl nicht erreicht. Die Prognose liegt bei einer Erhöhung um erneute 32 Prozent.

Deutsche Politiker und die Cannabis-Legalisierung

Die Koalition spricht sich laut RP-Online für eine Freigabe von Cannabis ab dem kommenden Jahr aus. Das Marihuana soll Schwerkranken zugänglich gemacht werden. Marlene Mortler als Drogenbeauftragte möchte erreichen, dass die Kosten von den Krankenkassen getragen werden. Nach einer neuen Regelung, welche sich wohl derzeit in der Ausarbeitung befindet, sollen chronische Schmerzpatienten bald nicht mehr auf den Eigenanbau angewiesen sein.
Bundeskanzlerin Merkel stimmt zu, dass Schmerzpatienten besser geholfen werden müsse. Die Ausweitung der Nutzung von Cannabis als Medizin ist ein Thema, welches sie angehen möchte. Sie spricht bei Cannabis aber nicht von einer harmlosen Droge und möchte den letzten Schritt, die unbegrenzte Freigabe, aber nicht gehen.
Gregor Gysi nimmt eine Pro-Position ein und plädiert für die Freigabe. Er ist der Meinung, dass Cannabis nicht schlimmer sei als der ebenfalls erlaubte Alkohol. Die Grünen Politiker schlagen mit ihren Aussagen in die gleiche Kerbe. Claudia Roth spricht ebenfalls davon, dass Cannabis endlich legal werden müsse. Sie sieht die entschärfenden Regeln für die Freigabe von Hanf an Schwerkranke als ersten Schritt zur Legalisierung, wie in der Huffingtonpost berichtet wird.