Cannabis-Legalisierung – Marihuana Akzeptanz steigt an!

Cannabis-Legalisierung – Marihuana Akzeptanz steigt an!

In Amerika können durch die Cannabis-Legalisierung erste Erfolg erzielt werden. Auch in Uruguay wird das Legalisierungsgesetz angewendet. Entsprechend wurden bereits 500 Konsumentenclubs gegründet. Auch Deutschland wird nachdenklich. In Hamburg und Berlin laufen erste Überlegungen Cannabis zu legalisieren. Tatsächlich sind in den vergangenen Monaten einige Argumente der Legalisierungs-Gegner weggefallen.

USA: Cannabis legalisiert, Kiffen unter Schülern gesunken!

In zwei Bundesstaaten wurde Marihuana legalisiert. Es handelt sich hierbei um Washington und Colorado. Weiterhin darf in 23 Bundesstaaten Cannabis zu medizinischen Zwecken abgegeben werden. Für 2015 soll die Legalisierung auf Oregon und Alaska ausgeweitet werden. Zum Genuss ist der Besitz dort derzeit schon erlaubt.
In der Taz wurde einmal die Statistik „Cannabis als Medizin“ und schließlich „Cannabiskonsum bei Schülern“ betrachtet. Die Daten von 2014 zeigen, obwohl das Kiffen jetzt in zwei Bundesstaaten legal ist, keinen Anstieg an. Im Gegenteil, in sämtlichen Altersstufen ist ein leichtes Absenken zu beobachten. Befürchtungen amerikanischer Republikaner, durch die Legalisierung würde das Kiffen bei Schülern zunehmen, kann nach einer ersten Datenerhebung daher nicht bestätigt werden.

500 Cannabis-Clubs in Uruguay

Seit über drei Monaten ist Marihuana nun legal in Uruguay. Der Staat kann Produktion und Verkauf von Cannabis kontrollieren. Jeder Einwohner des Landes über 18 Jahren darf Marihuana erwerben. Zudem ist der Eigenanbau von bis zu sechs Pflanzen gestattet. Clubs dürfen ein Maximum von 99 weiblichen Hanf-Pflanzen vorweisen.
Das Land gibt an, dass ca. 5% der Bevölkerung Cannabis konsumiert. In Apotheken wird der Hanf wohl ab März veräußert werden. Schon jetzt sind 500 Cannabis-Clubs registriert. Weiterhin haben sich 1.200 Produzenten für den legalen Anbau gemeldet.

Cannabis-Legalisierung in Deutschland

In Deutschland wird die Aufklärung weiter vorangetrieben. Einige Politiker stehen inzwischen ganz offen für eine Legalisierung ein. In Hamburg und Berlin werden entsprechende Forderungen laut, in Köln ist gar von einem Modellprojekt die Rede.
In Hamburg sind es insbesondere Politiker aus den Reihen der FDP, Der Linken und von den Grünen, die eine Freigabe fordern. Auch einige SPD-Politiker springen auf den fahrenden Zug auf. „Die repressive Drogenpolitik ist gescheitert“ sagt Grünen-Politikerin Katharina Fegebank. Tatsächlich ist die Polizei einen nicht unwesentlichen Teil ihrer Zeit mit der Bekämpfung von Drogendelikten beschäftigt. Dies schließt die Staatsanwaltschaft mit ein. Wie auch das Hamburger Abendblatt berichtet, ist es insbesondere die CDU, welche noch gegen eine Legalisierung arbeitet.
In Berlin Kreuzberg wurden unlängst Forderungen nach einer Legalisierung laut. Jetzt wollen die Grünen in Charlottenburg ebenfalls Pläne vorlegen. Als Problem wird hier gesehen, dass Polizeikräfte durch die Verfolgung von Drogendelikten, die anschließend häufig eingestellt werden, gebunden sind. Diese Einsatzkräfte würden anderswo gebraucht, weiß die BZ-Berlin zu berichten.
Die Süddeutsche ruft mit dem provokanten Titel „Gebt das Hanf frei“ zu einer liberaleren Drogenpolitik auf. Die Forderungen, dass Cannabis frei erhältlich sein, aber besteuert werden sollte, kommen nicht von ungefähr. Weiterhin wird die Frage in den Raum geworfen, warum der Umgang mit einem Rauschmittel unter Strafe steht (Cannabis) und mit dem anderen (Alkohol) nicht. Zumindest findet keine Gleichbehandlung vor dem Gesetz statt.
Die letzten Argumente der Kritiker sind die Gefährdung des Verkehrs und der Schutz der Jugend. Beim Verkehr kann der Unterschied zwischen Alkohol und Cannabis nur schwer begründet werden. Und dass die Jugend durch eine Freigabe besser geschützt wäre, wird demnächst vielleicht an zahlreichen Modellen bewiesen. Die Theorie, dass der legale Erwerb den Schwarzhandel verringert und die Neugier der Jugend dämpft, ist nicht von der Hand zu weisen.
Bildquelle: Flickr/Jeffrey Beall