Cannabis-Legalisierung – Lukrativ und gegen Schmerzen!

Cannabis-Legalisierung – Lukrativ und gegen Schmerzen!

In den vergangenen Wochen standen zwei Themen bei der Cannabis-Legalisierung weit oben auf der Tagesordnung. Der vergebliche Kampf vieler Patienten gegen ihre Schmerzen und für die Erlaubnis auf die Verwendung von Marihuana hat sich zum Dauerthema entwickelt. Währenddessen versucht ein Teil der Politik die Legalisierung aus finanziellen Gründen schmackhaft zu machen.

Cannabis als Schmerzmittel

Der Stern berichtet über das potente Schmerzmittel, welches nur ungern von der Krankkasse übernommen wird. Dies hat für Patienten zwei Dinge zur Folge. Einmal müssen sie häufig auf die Linderung ihrer Schmerzen verzichten, weil sie keine Erlaubnis bekommen. Weiterhin ist die Schmerzlinderung auch mit Erlaubnis sehr teuer.
Eine Legalisierung könnte beide Problematiken lösen. Die Krankenkasse würden ihre Hemmnisse verlieren und auch die Kosten würden sinken. Viele Personen kämpfen auch für ihr Recht auf Selbstanbau, wie aus dem zuvor verlinktem Artikel hervorgeht.

Von der Roman-Recherche zum Verfechter der Legalisierung!

Das Leben geht manches Mal merkwürdige Wege. Rainer Schmidt ist Autor und Journalist. Er schrieb das Buch „Die Cannabis GmbH“ und wurde dadurch zum Verfechter der Legalisierung. Er hat verstanden, was in Deutschland schief läuft. Dabei wird bemängelt, dass ein Drogenanbauer im Gefängnis sitzt, während viele Richter dafür kämpfen, dass der Cannabis-Konsum straffrei bleibt.
In dem vorgestellten Artikel vom ndr wird auch ein interessanter Vergleich zum Alkohol und Tabak angestellt. Das Thema wird dabei nicht verharmlost. Beispielsweise wird auf die Problematik des Kiffens bei Jugendlichen eingegangen.

Seth Roggen wegen Kiffens verhaftet!

Wer? Werden viele fragen. Seth Roggen ist ein kanadischer Komiker. Er zog nach Los Angeles um und hat die Gesetzeslage dabei nicht bedacht. Als er sich seinen Joint anzündete und damit am Strand spazieren ging, landete er sehr schnell auf dem Rücksitz eines Polizeiwagens. Er war verwundert, wie tabuisiert das Thema teilweise noch ist, wo er schon seit vielen Jahren Cannabis konsumiert.

Kiffen erlauben, Steuergelder kassieren?

Eine Frage, die von vielen Bürgern mit ja beantwortet werden würde. Auch Politiker kommen so langsam ins Grübeln. Amerika macht es vor und erlebt einen zweiten Goldrausch. Wie in den USA ein Milliardenbusiness entsteht und warum Deutschland dies entgehen könnte, weiß die Welt zu berichten.
Dieter Janecek ist Grüner Politiker und schätzt die Erwachsenen Marihuana-Konsumenten, laut einem Artikel der Bild, auf 2,5 Millionen. Er geht von 20 Gramm Konsum im Monat aus und errechnet 600 Tonnen Cannabis jährlich. Bei einem Verkauf mit 50 Prozent Steuern, würden 1,8 Milliarden Euro Extraeinnahmen verbucht werden. Seine Idee lautet daher „Kiffen für die schwarze Null“, wenngleich diese Aussage natürlich sehr provokant ist.
Der Deutsche Hanfverband und auch die bayrische Gesundheitsministerin Huml warnen vor einer Verharmlosung des Themas.

Spricht sich Kölns Oberbürgermeister gegen das Kiffen aus?

In Köln hat sich die vergangenen Wochen Zuversicht eingestellt, das ein Cannabis Modellprojekt starten könnte. Während die FDP, Die Piraten, die Linke und auch „Deine Freunde“ pro Cannabis argumentieren, sehen die CDU und SPD eher Probleme und weisen auf eine Entscheidung auf Bundesebene. Die Vorteile eines Modellprojektes werden in einem Artikel des Express thematisiert.

Colorado wegen Freigabe von Cannabis verklagt!

Colorado ist seit jeher sehr liberal im Umgang mit Marihuana. Seit einem Jahr ist der Verkauf von Cannabis dort legal. Die Nachbarstaaten setzen jedoch eine entgegen gerichtete Strategie in der Drogenpolitik ein. Als Folge dieser Divergenz verklagen die Nachbarstaaten Colorado nun und ziehen dabei sogar vor den Obersten Gerichtshof.
Die Legalisierung in Colorado war die Folge einer Befragung der Bevölkerung. Mit diesem Thema beschäftigt sich auch die FAZ.
Bildquelle: flickr.com