In Barcelona boomen die Cannabis-Clubs!

In Barcelona boomen die Cannabis-Clubs!

Cannabis-Clubs sind in Barcelona stark im Kommen. Lange Zeit galt Amsterdam als Hochburg Europas in Bezug auf den Drogenkonsum. Spanier unterschiedlicher Altersschichten treffen sich täglich in den Cannabis-Clubs, um dort ein wenig zu entspannen. Die Nachfrage diktiert auch hier das Angebot. So kam es, dass die Anzahl dieser Clubs immer weiter zugenommen hat. Dementsprechend ist die spanische Metropole auch für Cannabis-Touristen interessant geworden.

Die Entwicklung der Cannabis-Clubs in Barcelona

Über die vergangenen Jahre ist von mehr als 300 Cannabis-Clubs die Rede, welche ihre Pforten geöffnet haben. Dort treffen sich die Menschen, um in gemütlicher Atmosphäre Gras zu konsumieren.
Dabei ist es häufig so, dass Passanten keinen Zugang zu diesen Cannabis-Clubs erhalten. Es werden sogenannte Mitgliedschaften verkauft. Fünf Jahre hat es gedauert diese Clubs, angefangen ohne Mitglieder, auf insgesamt 165.000 Mitglieder zu katapultieren.
Die Entwicklung könnte jedoch ins Stocken geraten. Denn die Polizei hat wegen zahlreicher illegaler Handlungen die Eröffnung neuer Cannabis-Clubs zunächst untersagt.

Wie können Cannabis-Clubs die Grenze überschreiten?

Der Konsum von Cannabis ist erlaubt, der Verkauf und der Handel sind es nicht. Daher werden die Kunden über eine Mitgliedschaft in den Cannabis-Club eingeladen. Um selber die Drogen anbieten zu können, muss diese folglich selber angebaut und geerntet werden. Ansonsten würde sich der Club selber am Handel beteiligen. Um ihren Profit zu erhöhen, haben einige Cannabis-Clubs diesen Weg eingeschlagen.
Weiterhin sollten keine Touristen in diese Etablissements aufgenommen werden. Tatsächlich wurden viele Geschäfte aber in Gegenden eröffnet, die für ihren Strom an Besuchern aus dem Ausland bekannt sind. Außerdem ist bekannt, dass Mitgliedschaften sogar über das Internet erworben werden konnten.
Weitere Verstöße haben ebenfalls zur Schließung von Cannabis-Clubs geführt. Vier Clubs in Barcelona mussten wegen dem Handel mit Drogen, dem Verkauf von Mitgliedschaften an Urlauber und der Veräußerung von Cannabis an Minderjährige geschlossen werden.

Schwarze Schafe unter den Cannabis-Clubs!

Patricia Amiguet gehört zur Föderation Katalonischer Cannabis-Nutzer. Sie verteidigt das System selber, folgert aber aus den Ereignissen der letzten Jahre, dass die Cannabis-Clubs überhandgenommen haben. Es sind einige schwarze Schafe unter den Betreibern, wie dies in anderen Branchen ebenfalls vorkommt. Diese verkaufen beispielsweise Mitgliedschaften im Vorfeld an Urlauber. Damit wird natürlich dem Ruf von seriösen Cannabis-Clubs geschadet.
Die Cannabis-Clubs werden aber nicht nur zum Rauchen genutzt. Dort kann Musik gehört werden, es gibt etwas zu essen und zu trinken, gelegentlich wird sogar ein Pilates-Kurs angeboten. Viele Clubs erwirtschaften durch das Cannabis keinen Profit, bringen dem Staat aber einnahmen und sorgen für Arbeitsplätze. Diverse Besitzer der Cannabis-Clubs setzen sich für eine vollständige Legalisierung ein.