Cannabis Butter – so gehts!

Cannabis Butter – so gehts!

Durch die Legalisierung von Cannabis in Deutschland ist auch das Backen mit medizinischem Cannabis beliebter geworden. Gerade für Menschen, die rauchen nicht so gerne mögen, ist das backen und kochen mit Cannabis Butter eine tolle Möglichkeit.

Darum brauchst Du Cannabis Butter zum Kochen und Backen!

Beim Joint wird das Cannabis durch die Hitze und das Glühen im Joint erhitzt, beim Backen reicht die Backofenhitze aber nicht aus für diesen Effekt. Hier verbrennt das Marihuana einfach, solltest Du es einfach so in den Teig mischen.

Um Das THC in der Cannabis zu aktivieren, musst Du es erst auf einen anderen Weg aktivieren. Der Prozess hierzu nennt sich Decarboxylierung, hierbei wird das THC so lange erhitzt bis sich die psychoaktive Wirkung entfalten kann.

Decarboxylierung

Die in Hanfpflanzen vorherrschenden THCA-Säuren müssen erst in neutrales THC umgewandelt werden, bevor sie für den menschlichen Konsum verwendet werden können. Durch Erhitzen entsteht reines THC, indem ein Kohlendioxid-Molekül von der Säure abgespalten wird. Die sogenannte Decarboxylierung geschieht innerhalb weniger Millisekunden, sobald das Gras zusammen mit dem Tabak auf 800 °C bis 900 °C erhitzt wird.

Beim Kochen oder Backen ist die Situation jedoch etwas anders: Meist liegen niedrigere Temperaturen vor, sodass das Gras deutlich länger erhitzt werden muss, um die Abspaltung von Kohlendioxid zu erzielen. Hierbei sollte die Temperatur immer zwischen 100 °C und 145 °C liegen.

Zutaten und Materialien

  • Butter
  • Marihuana
  • Wasser
  • Sieb oder ein Abseihtuch
  • Topf
  • Behälter für fertige Butter

Wie viel Butter Du machen willst, hängt von Dir ab und wofür Du es benutzen willst. Auch wie viel Marihuana Du in die Butter machen willst, hängt stark davon ab, wie viel Du gewohnt bist, welche Sorte Du verwendest und wie viel THC in dem Cannabis ist. Taste Dich hier lieber langsam ran.

Als Referenz hier ein kleines Beispiel: Ein Gramm Gras entspricht bei einem THC Gehalt von 10 % etwa 100 mg THC. Für den Anfang wird eine Höchstmenge von 5 mg THC pro Person empfohlen. 1 Gramm Marihuana mit 100 mg THC würde also für etwa 20 Kekse reichen, bei dem ein Keks auch die Höchstmenge für eine Person hat.

Wirkung von Cannabis im Essen

Cannabis Butter ist eine tolle Möglichkeit für alle Nicht-Raucher auch Cannabis zu konsumieren. Jedoch ist es wichtig zu verstehen, dass THC im Essen anders wirkt als beim Rauchen. Während Du beim Rauchen direkt abschätzen kannst, wann es reicht, da die Wirkung sofort einsetzt, ist das bei Essen nicht der Fall.

Die psychoaktive Wirkung setzt hierbei erst 30-60 Minuten nach dem Verzehr ein. Hast Du dann bereits zu viel gegessen/konsumiert kann es zu unschönen unkontrollierbaren Nebeneffekten kommen. Daher taste Dich langsam ran und verwende lieber erstmal weniger in der Butter. Am Ende des Tages kannst Du dann immer noch mehr essen, um die Menge zu erhöhen!

Herstellung der Cannabis Butter

  1. Bringe zunächst einen Topf mit Wasser (etwa 0,5 Liter, reichen für den Anfang) zum Kochen. Kocht das Wasser kannst Du die Butter hinzugeben und schmelzen lassen. Ja die Butter soll im Wasser schmelzen.
  2. Während die Butter schmilzt, mahlst Du Gras in Deinem Grinder am besten extra fein. Je feiner, desto besser. Anschließend gibst Du es in den Topf mit Wasser und Butter.
  3. Dieses Gemisch muss nun etwa 3 Stunden auf niedriger Hitze simmern.
  4. Nach den 3 Stunden hat sich eine dicke Fettschicht gebildet, welche oben schwimmt. Du musst jetzt die Flüssigkeit vom Cannabis trennen, das geht am besten mit einem feinen Sieb oder einem Abseihtuch. Mit dem Abseihtuch kannst Du die Masse nochmal extra ausdrücken.
  5. Die Flüssigkeit (Das Butter-Wasser-Gemisch) stellst Du nun über Nacht in den Kühlschrank. Am nächsten Morgen kannst Du die fest gewordene Butter vom Wasser abheben und zum Backen verwenden.

So ist die sicherste Methode Cannabis Butter herzustellen, ohne Gefahr zu laufen, dass Dir das Gras verbrennt und Du das THC verlierst. Selbstverständlich gibt es auch noch andere Methoden. Statt es im Wasser zu machen, kannst Du auch ein Wasserbad benutzen. Hierbei musst Du aber dringend auf die Temperatur schauen. Du kannst Cannabis auch im Backofen vorbereiten und dann nur unter die Butter mischen, hierfür muss es auch etwa 90 Minuten bei 110 Grad im Backofen sein um zu Decarboxylierung. Allerdings kann sich das THC dann bei weitem nicht so gut mit der Butter verbinden und es besteht die Gefahr, dass Deine Butter unterschiedliche THC Gehalte an unterschiedlichen Stellen aufweist.

Verwendung der Cannabis Butter

Mit der fertigen Butter, kannst Du alles machen, was Du auch mit normaler Butter machen würdest. Du kannst Kekse oder Kuchen backen. Du kannst sie zum Kochen benutzen, zum Beispiel zum Anbraten oder für eine Soße.

Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Bitte achte nur wie immer darauf, dass keiner aus Versehen die Butter zu sich nimmt, ohne von dem Inhalt zu wissen.

FAQ zu Cannabis Butter

Kann ich zwei Sorten mischen?

Ja, Du kannst verschiedene Sorten Gras in der Butter mischen. Ist im Prinzip dasselbe, wie wenn Du mehrere Sorten in einem Joint mischt.

Sollte ich das Cannabis vorher Decarboxylieren?

Nein, die Decarboxylierung findet beim Herstellen der Butter im Topf statt.

Muss ich Butter aus Kuhmilch nehmen oder geht auch vegane Margarine?

Die Butter ist wichtig, um die fettlöslichen Cannabinoide, also das THC, zu binden. Hierzu gehen alles mit einem hohen Fettanteil, also auch Margarine oder zum Beispiel Kokosöl.

Rechtliches

Cannabis ist noch nicht legalisiert in Deutschland, damit fällt es unter das BtMG. Der Besitz ist somit strafbar und kann geahndet werden. Alles Weitere zu dem Gesetz findest Du hier.

Wir empfehlen niemandem Cannabis illegal zu konsumieren, dieser Artikel dient lediglich der Informationsweitergabe.

Quellen

Redaktion

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