Gefahren

Die Gefahren von Cannabis

Es herrscht eine sehr umstrittene Meinung über die Gefahren, die der Konsum von Cannabis hervorrufen kann. Auf der einen Seite gibt es die negativen Wirkungen, jedoch existieren auch langfristige Gefahren, die psychische, soziale und körperliche Risiken mit sich ziehen. Die Befunde der Wissenschaft gehen in diesem Bereich stark auseinander. Es gibt Studien, die den Konsum von Cannabis für bedenkenlos hält und keine Folgeschäden dokumentiert werden, andere stellen Cannabis als Verdummungsmittel dar, welches die Leistungsfähigkeit eines Menschen langfristig stark herabsetzt und vor allem Sachen wie das Gedächtnis, Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeitsschwächen in Mitleidenschaft zieht.

Fest steht, dass Cannabis kein Nervengift wie Alkohol ist – also keine Gehirnzellen beim Konsum zerstört werden. Jedoch werden durch den Konsum von Cannabis durch den Joint oder die Bong die Atemwege belastet und vor allem in der Lunge entwickelt sich – wie beim Rauchen auch – ein erhöhtes Krebsrisiko. Anmerken müssen wir jedoch, dass das Rauchen von puren Cannabis eine geringere Belastung der Lunge mit sich zieht, als das Rauchen einer Zigarette. Besonders gefährlich bzw. belastend für die Lunge des Konsumenten ist Mischkonsum, also wenn Tabak und Cannabis zusammen geraucht werden.

Depression Cannabis Nervengift

Cannabis beinhaltet Gifte, die die Nerven schädigen können

Ob Cannabis das Gehirn eines Konsumenten in der Pubertät beeinflusst, wird nur vermutet, kann aber nicht belegt werden. Bei langfristigen Cannabiskonsum besteht jedoch eine hohe Abhängigkeit, die beim Konsumenten zur vollkommenen Isolation von der Umwelt führen kann. Aktuell werden viele langfristige Folgen von Cannabis erforscht. Die Abhängigkeit, die Cannabis verursachen kann, ist jedoch erwiesen. Faktoren, an denen Abhängigkeit festgemacht werden kann, ist beispielsweise der erfolglose Versuch, seinen Konsum zu vermindern oder komplett mit dem Konsum von Cannabis aufzuhören. Das sind jedoch nur Anzeichen, eine Sicherheit, ob eine Abhängigkeit besteht, gibt es nicht. Folgende Risikofaktoren geben dar, was die Abhängigkeitsentwicklung eines Konsumenten negativ beeinflussen kann:

  • früher Beginn mit dem Konsum von Cannabis (Pubertät, jünger als 16 Jahre)
  • emotionale und kritische Lebensereignisse (Trennung der Eltern, Nicht-Versetzung in der Schule)
  • soziale Abgeschiedenheit und Perspektivlosigkeit (Arbeitslosigkeit, geringe Bildung, niedriges Einkommen)
  • ein soziales Umfeld, welches ständig Kontakt mit Drogen mit sich bringt (ausschließlich Freunde die Drogen zu sich nehmen)
  • keine Unterstützung (fehlende Freunde und Familie, Hilflosigkeit)
  • eine labile psychische Persönlichkeit (Gesundheit)

Jüngste Ergebnisse haben bewiesen, dass der dauerhafte Konsum von Cannabis, Entzugserscheinungen mit sich bringen kann. Dabei muss jedoch zwischen einer körperlichen- und einer psychischen Abhängigkeit unterschieden werden. Während Alkohol- und Opiatabhängige eine körperliche Abhängigkeit verursachen, ist diese bei Cannabis kaum ausgeprägt. Wer Abhängigkeitserscheinungen verspürt, wird oftmals den Drang haben, Cannabis zu konsumieren – eine psychische Abhängigkeit also. Besonders gefährdet – und teilweise als bereits abhängig eingestuft – sind Konsumenten, die mehrere erfolglose Versuche hinter sich haben, den Konsum zu reduzieren oder komplett damit aufzuhören.

Schätzungen zufolge entwicklen in etwas 4 – 7 Prozent aller Cannabiskonsumenten eine Abhängigkeit. Wie hoch die Gefahr einer Abhängigkeit bei einem Konsumenten ist, kann nicht genau festgemacht werden. Jedoch können oben genannte Risikofaktoren einen kleinen Einblick geben, ob der Konsument wirklich gefährdet ist, eine Abhängigkeit von Cannabis zu entwickeln. Es wird vermutet, dass die Abhängigkeit nicht in der Wirkung von Cannabis liegt, sondern jeweils in der Psyche des Konsumenten. Psychische Probleme wie Depressionen können die Gefahr einer Abhängigkeit stark erhöhen und auch früher Konsum von Cannabis (Pubertät) erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sich Abhängigkeitsprobleme entwickeln. Zudem ist ein früher Kontakt mit Alkohol- und Zigaretten abhängigkeitsfördernd und wird als weiterer Risikofaktor betitelt.

Dadurch, dass viele Heroinabhängige Menschen früher einmal Cannabis konsumiert haben, wurde und wird Cannabis immer wieder als „Einstiegsdroge“ bezeichnet. Dem müssen wir klar wiedersprechen, denn es steigt nur ein geringer Teil der Cannabiskonsumenten auf andere Drogen um. Immer häufiger wird Cannabis sogar als „Ausstiegsdroge“ bezeichnet, da Konsumenten von Heroin oder Crystal Meth durch Cannabis den härteren Drogen entkommen sind.

Für mehr Informationen gibt es eine Broschüre der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen, die speziell zum Thema Cannabis viele Fragen beantwortet.

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Bildnachweis: Depression | Lizenzfreies Foto (c)Mirage3 #4069442

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