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Stollberg: Eine Besinnliche Zeit mit Hanf-Stollen

Stollberg: Eine Besinnliche Zeit mit Hanf-Stollen

Hanf in Lebensmitteln gewinnt immer mehr Zuspruch. Er macht dabei auch nicht vor traditionellem Gebäck Halt. Alles darf, was geschmacklich gefällt und gesetzlich vertretbar ist. So kamen Bäcker aus Stollberg darauf, ihren legendären Christstollen aufzupeppen. Kurz vor dem Beginn der besinnlichen Zeit, präsentieren sie ihren ersten Hanf-Stollen.

Hanfsamen und Hanfmehl im Teig

Stollberg: Eine Besinnliche Zeit mit Hanf-StollenBäckermeister Frank Wurdinger kam auf die kuriose Idee. Wenn er Stollen vorbereitet, dann für gewöhnlich in 30 Kilogramm schweren Stücken. Für eine gesonderte Charge der Hanfsamen und Hanfmehl beigemischt wird. Bei der Verarbeitung entsteht ein kräftig dunkelgrüner Teig. Später kommt ein nussiger Geschmack hinzu, wenn der Hanf-Stollen auf der Zunge zergeht.

Angefragt hatte Norman Schirmer, der Stollberg als Basis für allerlei Hanfprodukte nutzt. Von hier aus verschickt er seine Produkte in ganz Europa. Auf Wunsch schickt sein Unternehmen auch nur die Zutaten aus Hanf. Dann kann der Kunde selbst Hand anlegen.

„Ich esse selbst sehr gern Stollen“, erklärt Schirmer. Das Gebäck sowie Hanf sind tief in der menschlichen Geschichte verwurzelt. „Hanf im Stollen: Das passt einfach gut zusammen. Sowohl geschichtlich als auch geschmacklich. Es wertet den Stollen noch richtig auf“, findet Schirmer.

Bäckermeister Wurdinger merkt es in der Herstellung nur an der Konsistenz. Der Teig wird weicher, aber auf Weizenmehl könne er nicht gänzlich verzichten. Etwa zehn Prozent an Hanfzutaten stecken im besonderen Stollen.

„…Hanf gar nicht verkehrt“

Bevor er mit der Fertigung von Hanf-Stollen begann, studierte Wurdinger die Zutaten intensiv. „Ernährungsphysiologisch ist Hanf gar nicht verkehrt, etwa mit Blick auf die Omega 3-Fettsäuren“, so seine Feststellung. Seine Bäckerei Weißbach legt sie trotzdem nicht in die Auslage. Er produziert für den Versand, da die heimische Bevölkerung noch zu große Bedenken hat.

Norman Schirmer sind diese Vorurteile bestens bekannt. Als Kämpfer für ökologische Landwirtschaft und nachhaltigem Ressourcenmanagement, stellt Hand für ihn eine der besten Optionen dar. Seit 2014 besitzt er ein Ladengeschäft in Stollberg, welches ausschließlich Hanfprodukte anbietet. Lebensmittel, Kosmetik, Taschen, Kleidung und seit neuestem auch CBD.

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