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Hanf-Wirkstoffe in Coca Cola und Energieriegeln

Hanf-Wirkstoffe in Coca Cola und Energieriegel

Im Frühjahr brachte der Schokoladenhersteller Ritter Sport eine mit Hanf-Bestandteilen versetzte Tafel heraus. Seitdem interessieren sich immer mehr Hersteller für derartige Erzeugnisse. Denn mit Hanf lässt sich mittlerweile gut werben. Coca Cola will bspw. einige seiner Getränke mit Hanf aufpeppen. Was zu einem Image-Gewinn führen dürfte. Den Aktienkurs hat es bereits beflügelt.

Ebenso wollen mehrere Start Ups den Verzehr von Hanf in diversen Produkten fördern. Ein Beispiel aus Pfaffenhofen bezieht sich auf gesunde Energieriegel.

Kein Rauschzustand beabsichtigt

Hanf-Wirkstoffe in Coca Cola und EnergieriegelDurch immer mehr Forschungsergebnisse steht fest, dass Hanf bzw. Marihuana nicht nur zu Rauschzwecken verwenden werden kann. Von bestimmten Hanfstoffen profitiert unsere Gesundheit, so die Erkenntnisse. Coca Cola beabsichtigt diese Vorteile für neue Produkte zu nutzen. Fortan soll in den Süßgetränken Cannabidiol (CBD) enthalten sein. Beginnend in den USA, weitet sich der Trend womöglich bald aus. Die US-Gesundheitsbehörde FDA spricht bereits positiv über CBD. Eine Legalisierung des Hanf-Wirkstoffs dürfte in naher Zukunft stattfinden.

Irgendwie Ironie pur! Coca Cola verkauft seit Jahrzehnten extrem überzuckerte Getränke. Das Markenimage hat darunter gelitten. Woran auch neue Versionen nicht viel ändern konnten. Mit CBD möchte man sich nun mit seinen Verbrauchern gutstellen. Ob es tatsächlich dazu kommt, bleibt abzuwarten. Im Weißen Haus ist man strikt gegen die Cannabis-Legalisierung.

Start Up aus Pfaffenhofen produziert Hanf-Riegel

Zurück nach Deutschland, genauer gesagt in die Kreisstadt Pfaffenhofen. Josef Coufal baut hier für seinen Bruder Partner Hanf an. Mitten im strikt regulierten Bayern. Der 20-Jährige sieht darin seine Zukunft. Die zwei Hektar große Plantage dient der Gewinnung von Hanfstoffen, welche der Landwirt mit Energieriegeln kombiniert. Gesundes Futter fürs Gehirn, so die Idee.

Das schauten sich viele Privatpersonen, aber auch die Kriminalpolizei von Ingolstadt bereits genauer an. „Zuerst dachte ich, es sind schon wieder irgendwelche Hippies, die denken, man könnte den Hanf hier rauchen“, erklärt Coufal. Doch die zwei Männer zeigten ihre Dienstausweise. Aber kein Grund zur Sorge, denn als Landwirt hatte er sich die notwendige Lizenz natürlich vorher besorgt.

Seitens der EU ist die Hanfsorte „Finola“ zugelassen, weil ihr THC-Gehalt absolut minimal ist. Sein Bruder Matthias nutzt das Endprodukt für sein junges Unternehmen. Er verspricht den „ersten Hanf-Energieriegel fürs Gehirn“ anzubieten.

Ihm kam die Idee auf Reisen, als er mal wieder hungrig nach einer sinnvollen Lösung suchte. Sein Energieriegel soll nicht dem Muskelaufbau dienen, sondern die Hirnleistung fördern. Was ihn zu den Hanfsamen brachte. Diese stecken nämlich voller Omega-3-Fettsäuren, B-Vitaminen, Magnesium und Eisen.

Aktuell versucht das kleine Team die Idee verschiedenen Investoren per Crowdfunding schmackhaft zu machen.

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