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CBD-Verbot in Österreich: Konsumenten sind besorgt

CBD-Verbot in Österreich: Konsumenten sind besorgt

Vor etwas mehr als einer Woche entschied das Gesundheitsministerium in Österreich, dass bestimmte CBD-Produkte verboten sind. Hierbei bezieht sich der Erlass auf Lebensmittel sowie Kosmetika, welche bislang diesen Inhaltsstoff nutzten. Apotheken erhalten Ausnahmeregelungen, doch private Unternehmen müssen nun mit Besuchen der zuständigen Behörden rechnen. Unter den Konsumenten herrscht eine große Verunsicherung, ob sie künftig noch ihre CBD-Produkte regional beziehen können.

Einer boomenden Branche den Riegel vorgeschoben

CBD-Verbot in Österreich: Konsumenten sind besorgt

Hanf in Stollen

Ob in Pizzen, Brownies oder Schokolade: CBD in Lebensmitteln gilt als absoluter Trend und sollte in 2019 kräftig expandieren.

Sehr beliebt sind inzwischen auch die CBD-Öle – Infos zu Wirkung, Anwendung etc. findet man z.B. unter https://www.natur-kompendium.com/cbd-oel/

In Österreich könnte aber die kleine Flamme des Erfolgs im Keim erstickt werden. Wenn es nach dem Gesundheitsministerium geht, gehören die CBD-Produkte verboten. Genau so definiert es der Erlass. Während sich Verbraucher um ihren Nachschub sorgen, sehen es die produzierenden Firmen vorerst gelassen.

Einige Tage nach der Entscheidung, scheint noch niemand davon betroffen. Sie wollen abwarten, ob sich die Behörden tatsächlich bei ihnen melden und Durchsuchungen ankündigen. Derweil versuchen sie ihre Abnehmer zu beruhigen.

Vereinzelt ließen die Firmen verlauten, dass sie ihre Produkte in Zukunft nicht mehr so detailliert beschreiben dürfen. Denn der Erlass bezieht sich, zumindest in Teilen, auf gewisse Versprechen zur Heilung oder Linderung. Manche sollen auch zur Vorbeugung bestimmter Krankheiten dienen. Die tatsächliche Wirkung zweifelt die Politik jedoch an.

Apotheken dürfen die CBD-Produkte weiter anbieten und auf Anordnung des Arztes herausgeben. Somit stärkt die Regierung Österreichs der klassischen Medizin den Rücken.

Zunder für hitzige Debatten

Warum sich das zuständige Gesundheitsministerium immer noch gegen die fundierten Erkenntnisse zur CBD-Forschung verschließt, bleibt unklar. Eine Vermutung geht in Richtung der gezielten Drogenpolitik, wenngleich hier vom Schutz des Verbrauchers beim Lebensmittelkonsum gesprochen wird.

Rainer Schmid nennt es ein „De-facto-Monopol“ der Apotheken. Als Leiter der Abteilung Toxikologie am AKH, ist er zugleich in führender Position bei Medical Cannabinoids Research & Analysis (MCRA). Er kennt sich also bestens mit der wissenschaftlichen Sachlage aus und verweist auf die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Diese hat CBD-Produkte als unbedenklich eingestuft. Mit Verweisen auf die Erfolge bei Epilepsie-Patienten, sowie der Krebsforschung.

Der Erlass ist sehr streng formuliert. Selbst CBD-Präparate mit bis zu 0,3 Prozent THC-Gehalt dürfen nicht mehr vertrieben werden. „Dieser Erlass lässt jede Logik und Sachlichkeit vermissen und deutet vor allem auf politische Willkür hin“, meint Schmid. Nicht einmal Pestizide und Herbizide müssten so hohe Auflagen erfüllen.

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