Hanfnews – Von der schwimmenden Plantage bis zur Frage ob Hanf dumm macht

Hanfnews – Von der schwimmenden Plantage bis zur Frage ob Hanf dumm macht

Eine „schwimmende“ Hanfplantage scheint zunächst eine gute Idee. Die Pflanzen im Schilf zu verstecken war jedoch nicht unauffälliger als so manche Plantage im Wald. In Darmstadt wurde der Anbau gleich auf drei Etagen betrieben. Die Polizei stellte 500 Pflanzen, drei Kilo Marihuana und 10.000 Euro sicher. Im Mittelpunkt der Hanfnews steht jedoch die Frage, ob Cannabis in jungen Jahren dumm macht und Jugendliche durchs Kiffen sogar den Schulabschluss riskieren. Nicht zuletzt wird die Legalisierung von Cannabis jetzt auch in Luxemburg diskutiert.

Die schwimmende Hanfplantage

An der Grenze zu Österreich/Ungarn hat ein Hobbyangler seine Hanfplantage einfach innerhalb des Neusiedler Sees angepflanzt. Vom Schilf verborgen fühlte er sich wohl zu sicher. Gleich 42 eingetopfte Pflanzen konnten von der Polizei sichergestellt werden. Zur Ernte ist es in diesem Fall nicht mehr gekommen.
In wenigen Wochen hätte der Gärtner die Früchte seiner Arbeit ernten können. Bei der Vernehmung war er geständig. Er behauptet jedoch nur zum Eigenbedarf angebaut zu haben, was ihm die Beamten nicht glauben. Sollte er mit Cannabis gehandelt haben, drohen ihm laut Krone.at bis zu acht Jahre Haft.

Ein Haus voller Haschisch

In Darmstadt hat die Polizei praktisch ein ganzes Einfamilienhaus ausgehoben. Von außerhalb kann dem Gebäude nichts angesehen werden. Es sieht beschaulich aus und steht in einer angesehenen Gegend. Innerhalb wurde jedoch auf drei Etagen Hanf angepflanzt und wohl auch im großen Stil Handel getrieben.
Immerhin konnten die Beamten 500 Hanf-Pflanzen sicherstellen. Zudem wurden 10.000 Euro und drei Kilogramm Cannabis einkassiert. Die Bild beschreibt das Haus als „wohl professionellste Marihuana-Produktionsstätte Hessens“. Immerhin waren 150 Quadratmeter für den Anbau genutzt worden. Jedes Zimmer mit Lüftungs- und Bewässerungstechnik ausgestattet. Zwei Männer wurden verhaftet.

Cannabis in Luxemburg

Nicht nur in Deutschland wird bezüglich der Legalisierung von Hanf diskutiert. Der Chef der nationalen Suchtprävention Jean-Paul Nilles fordert ebenfalls eine „Entkriminalisierung“. Er ist jedoch gegen eine vollständige Freigabe von Cannabis. Eine konkrete Lösung hat er jedoch nicht parat. Lediglich die Einführung von Modellprojekten lehnt Nilles, wegen der kleinen Landesfläche, ab.