Gestrecktes Cannabis

Gestrecktes Cannabis

Aufgrund des Verbotes von Cannabis in Deutschland, wird Cannabis im großen Teil von Personen angebaut, die einen höchstmöglichen Gewinn mit dem Verkauf erzielen möchten. Es gibt keinerlei Qualitätskontrolle, weshalb Konsumenten, die kein Cannabis anbauen – was mit einer Gefängnisstrafe enden kann – hilflos den mafiaartigen Netzwerken ausgeliefert sind, falls sich kein vertrauenswürdiger Händler findet. Diese Netzwerke sind skrupellos und strecken Cannabis mit vielen gefährlichen Inhaltsstoffen, um das Gewicht zu erhöhen und somit den Gewinn zu maximieren.
Dass die Konsumenten dabei Gefahren wir Krebs, Vergiftungen und anderen Folgeschäden ausgesetzt werden, beachten sie nicht und solange es nicht zu einer Legalisierung kommt, wird es auch keine staatliche Qualitätsprüfung geben.
Das mit Streckmitteln in Cannabis nicht zu scherzen ist, zeigen immer wieder Fälle, bei denen viele Personen Vergiftungserscheinungen nach dem Konsum von verunreinigtem Cannabis haben und teilweise in Krankenhäuser eingeliefert werden müssen. Ein besonders schwerer Fall betrifft das Jahr 2007, in dem in Leipzig mehrere hundert Personen mit Blei gestrecktes Cannabis konsumierten und schwere Vergiftungen in Kauf nehmen mussten. Die Streckmittel reichen von Sand, Talkum, Flas, Haarspray, Gewürze, Zucker, bis hin zu Flüssigdünger, welcher starke gesundheitliche Schäden mit sich ziehen kann. Seit Jahren weigert sich die Bundesregierung, Untersuchungen darüber zu veranlassen und setzt die Cannabiskonsumenten weiterhin der Gefahr aus, schwere Schäden davonzutragen.

Risiken bei gestrecktem Cannabis

Es gibt keine Studien darüber, was passiert, wenn jahrelang verunreinigtes Cannabis konsumiert wird. Klar ist jedoch, dass das Rauchen von Flüssigkunsstoff oder anderen Streckmitteln mit Sicherheit keine positiven Auswirkungen auf die Gesundheit des Konsumenten haben. Immer wieder berichten betroffene Konsumenten, dass ein Krankenhausaufenthalt nötig war, da sich Atemwegserkrankungen gezeigt haben. Auf dem derzeitigen Stand kann mit fast völliger Sicherheit angenommen werden, dass die Streckmittel im Cannabis weitaus gefährlicher sind, als der Cannabiskonsum an sich.

Identifizierung von Streckmittel

Es ist schwierig, gestrecktes Cannabis zu erkennen. Bei genauer Beobachtung kann aber erkannt werden, ob etwas mit dem Cannabis nicht stimmt. Ist die Hanfblüte beispielsweise verdächtig schwer und brennt nach dem Anzünden wie Shisha-Kohle (Glut schlägt Funken), ist das Cannabis mit Sicherheit gestreckt. Auch entsteht oft ein chemischer, plastikartiger Geruch. Ascherückstände, die auf gestrecktes Cannabis hinweisen, sind schwarz und hart und lassen sich teils zu Schmiere verreiben. Streckmittel wie Zucker sind zu erkennen, indem die Blute auf die Zunge gelegt wird. Zucker und Salz können geschmeckt werden und Streckmittel wie Sand oder Glas knirscht zwischen den Zähnen.
Um eine genaue Untersuchung des Cannabis zu gewährleisten, können USB-Mikroskope oder Taschenmikroskope verwendet werden, mit denen die genaue Struktur der Blüte sichtbar wird und Verunreinigungen bzw. Streckmittel in den meisten Fällen erkannt werden. Solltet Ihr einmal Opfer von gestrecktem Cannabis werden, empfehlen wir Euch, unbedingt einen anderen Händler aufzusuchen, um Cannabis zu kaufen.
Der Deutsche Hanfverband hat zudem einen Streckmittelmelder online gestellt, der über aktuelle Meldungen informiert und den auch Ihr benutzen könnt, um andere Menschen vor Streckmitteln in Cannabis zu warnen. Besonders große Städte sind immer wieder von verunreinigtem Cannabis betroffen. Für mehr Informationen über die verschiedenen Arten von Streckmitteln und wie sie identifiziert werden, werft einen Blick auf die Infoseite des Deutschen Hanfverbands.