Medizinisches Cannabis

Medizinisches Cannabis bei Autismus

Cannabis: CDU prüft kontrollierte Abgabe an Erwachsene

Medizinisches Cannabis kommt weltweit immer häufiger zum Einsatz. Die Gesetzgebung des jeweiligen Landes schreibt dabei meist vor, bei welchen Erkrankungen es genutzt werden darf. Im US-Bundesstaat Colorado unternimmt man nun einen Versuch bei Autismus. So berichtete es die „Denver Post“, welche von Marihuana auf Rezept schrieb.

Arzt muss Fachkenntnisse besitzen

Ganz so einfach gelangt kein Patient an medizinisches Cannabis. Er muss sich von einem fachkundigen Arzt untersuchen lassen. Dafür kommt nicht jeder in Frage. Alternativ darf es auch ein Psychiater mit Lizenz sein, schreibt das Gesetz vor.

Medizinisches Cannabis bei Autismus

Eltern die für ihre Autismus-Kinder um Hilfe bitten, müssen sogar eine Bescheinigung von zwei Ärzten einholen. Diese müssen getrennt voneinander den „eingeschränkten medizinischen Zustand“ bestätigen.

Den Grundstein für diese Neuerung legte Colorado mit der Legalisierung von Cannabis. Als Genussmittel ist es seit 2014 frei erhältlich. Besitz und Konsum ziehen keine Strafen nach sich. Statistisch betrachtet, kommt in den USA auf 59 je eine Autismus-Erkrankung. Durch medizinisches Marihuana sollen Betroffene zu mehr Ruhe finden und ihre Gedanken leichter ordnen können.

Ein erster Versuch in 2018 scheiterte. Der ehemalige Gouverneur John Hickenlooper legte sein Beto ein. Er zweifelte die Therapieerfolge an, beauftragte aber eine umfassende Studie.

Cannabis-Studien bei Autismus-Erkrankung

In den letzten Jahren wurde medizinisches Cannabis vermehrt bei Autismus-Erkrankungen ausprobiert. Patienten kämpfen mit Angstzuständen, Wutattacken, leichter Reizbarkeit, Hyperaktivität und vielen mehr. Ihre Emotionen fahren häufig eine große Achterbahn. Cannabis richtig angewendet, vor allem bei Kindern, hilft den Betroffenen das Gefühlschaos zu ordnen. Bisherige Therapieversuche sind vielversprechend.

Im Internet finden sich einige private Erfahrungsberichte. Wahlweise schreiben Eltern über ihre Autismus-Kinder oder die Patienten selbst erheben das Wort. Wichtig ist dabei die Unterscheidung der verschiedenen Autismus-Formen. Es gibt mehr als nur das Asperger-Syndrom. Sie alle haben gemein, dass sie deutlich mehr Eindrücke und Informationen verarbeiten als es üblich ist. Weshalb sie oft unruhig wirken und sich gern in die Einsamkeit zurückziehen.

Diese Verarbeitung von Reizen geht nachts weiter und sorgt bei ihnen häufig für Schlaflosigkeit. Medizinisches Cannabis scheint auch hier beruhigend zu wirken.