Medizinisches Cannabis

Kanada: Cannabis statt Schokolade und es funktioniert

Hanf-Wirkstoffe in Coca Cola und Energieriegel

Nicht einmal 9.000 Menschen bevölkern Smith Falls. Die kanadische Kleinstadt lebt sehr idyllisch. Früher war sie für ihre Schokoladenfabrik bekannt. Diese musste vor Jahren schließen. Heute nutzt ein anderes Unternehmen die Räumlichkeiten zum Anbau und der Ernte von Cannabis-Blüten.

An Schokolade erinnert hier nichts mehr

Kanada: Cannabis statt Schokolade und es funktioniertDas Team aus Männern und Frauen trägt Handschuhe und Haarnetze. Besucher kommen hier nur mit Schutzkleidung hinein. Außerdem braucht es jemanden mit der passenden Chipkarte. Andernfalls bleibt einem der Zutritt verwehrt. Denn im Inneren der Fabrik lagern wertvolle Schätze. Kein Gold und feinste Schokolade produziert man hier schon lange nicht mehr. Stattdessen strahlt dem Betrachter ein saftiges Grün aus unzähligen Blumentöpfen entgegen. Die etwa einen Meter hohen Pflanzen dienen der Cannabis-Produktion.

Die Tweed Inc. hat sich hier eingemietet und betreibt ein sehr lukratives Geschäft mit Hanfblüten. Nicht weit von dort steht die kanadische Hauptstadt Ottawa. Tweed gehört mit zur Gesellschaft der Canopy Growth Corporation. Bislang ernten die Mitarbeiter das Cannabis für den Weiterverkauf als medizinische Produkte. Doch im Sommer entsteht eine Kehrtwende. Dann legalisiert Kanada den Konsum von Cannabis als frei erhältliche Droge. Natürlich unter hohen Auflagen, aber das „recreational marihuana“ wird die Kassen der Unternehmen füllen.

Wachstumsmarkt mit Mega-Potential

Canopy und Tweed arbeiten derzeit in 30 Hallen und knapp 17.000 Quadratmetern. Tausende von Hanfpflanze erblicken hier das Kunstlicht. Die Anbaufläche möchte man möglichst bald verdoppeln. Ebenso die Anzahl der Mitarbeiter soll auf 350 Angestellte expandieren. Canopy betreibt besitzt über ein Dutzend solcher Firmen und mit rund 100.000 Quadratmetern eine der größten Produktionen weltweit.

Spannend ist dabei der Aufbau solcher Anlagen. Im sogenannten „Motherroom“ ziehen Mitarbeiter die Mutterpflanzen heran und hegen sie. Denn von ihnen stammen tausende von Ablegern. Durch die Hallen hindurch sind alle Wachstumsstadien zu erkennen. Unter Plastikhauben versteckt, gedeihen sie dann sehr schnell. Vier verschiedene Vegetationsräume simulieren das optimale Klima. Besonders kräftige Blüten entwickeln sich, wenn die Mehrheit an Blättern zeitnah entfernt wird. Schlussendlich kommen sie in die „flowering rooms“, wo sie Blüten ausbilden und bald schon zur Ernte bereit sind.

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