Cannabis allgemein

Hanfbatterie – Elektroden aus Hanf

Einer Forschungsgruppe der University of Alberta in Kanada ist es unter der Leitung von Dr. David Mitlin gelungen, aus Hanf hochwertige Karbon Elektroden herzustellen. Mit diesen lassen sich unter anderem Superkondensatoren produzieren, welche einen äußerst wichtiger Bestandteil für die Erzeugung alternativer Energien darstellen – sie verfügen über eine hohe Kapazität und lassen sich zudem sehr schnell wieder aufladen.

Der große Vorteil der Hanfbatterie

green-16687_640Normalerweise bestehen Superkondensatoren aus Graphen, diese werden in einem sehr aufwendigem Verfahren aus Kohlenstoff hergestellt. Der dazu notwendige Prozess ist erstens sehr teuer und auch technisch nicht unbedingt ideal, denn die Energiedichte lässt sich dabei nur begrenzt erhöhen. Der Forscher David Mitlin war auf der Suche nach einem besseren Stoff, um eben dieses Problem zu lösen – dabei stieß er auf Hanffasern. Nach vielen Experimenten ist es ihm und seinem Team gelungen durch einen, in zwei Stufen ablaufenden, Erhitzungsprozess aus den Fasern des Hanfes wertvolle Karbon-Elektroden zu gewinnen.

Der Weg und das Ergebnis

Dies ist nicht unbedingt zum Nachmachen für zuhause geeignet, aber für jene, die es interessiert, veröffentlichte er nun wie er und sein Team dies angestellt haben. Als Erstes wird der Hanf dabei für 24 Stunden bei 176 Grad erhitzt, anschließend erhitzt man den verbleibenden Rest für eine kurze Zeit auf 700 bis 800 Grad und erhält in diesem Zuge Karbon-Nanoschichten. Diese haben drei Vorteile, erstens sie sind äußerst hitzebeständig, zweitens die Herstellung ist sehr günstig und drittens sie liefern eine wesentlich höhere Energiedichte als herkömmliche, aus Kohlenstoff, hergestellte Batterien. Pro Kilogramm erreichen die Karbon-Nanoschichten 12 Watt und kommen damit auf einen doppelt bis dreifach so hohen Wert wie normaler Batterien.

Wie es nun weiter geht

Ein Akku aus Hanf kann bis zu 100.000 mal aufgeladen werden und dies innerhalb von nur wenigen Minuten – was Hanf nicht alle kann. Wie erstaunlich diese Entdeckung ist, darüber sind sich Dr. Mitlin und sein Team natürlich vollkommen im Klaren und haben bereits ein Unternehmen, mit dem Namen Alta Supercap, gegründet. Aktuell befindet dieses bereits im Aufbau und soll vorerst kleiner Akkus herstellen. Später will das Unternehmen von Dr. Mitlin und seinem Team aber auch beispielsweise Autobatterien herstellen. Sein großer Vorteil, seine Batterien sind billiger, halten länger und haben einen höheren Wirkungsgrad – ein zukünftiger Konkurrent für Tesla?

Link zur Mitlin Group: http://www.ualberta.ca/CMENG/Mitlin-Group/reas.html#supcap

 

Foto: PublicDomainPictures

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