Cannabis allgemein

Amerika legt bei Cannabis-Legalisierung nach, Deutschland zögert!

In Amerika wurde die Legalisierung auf den District of Columbia ausgeweitet. Damit darf jetzt auch in der Hauptstadt Washington Marihuana legal angebaut und konsumiert werden. Auch in Jamaika wurden die Gesetze gelockert. In Deutschland gibt es lediglich Bericht, die vor den Gefahren warnen. Positive und negative Aussagen von Experten scheinen sich die Waage zu halten.

Heilender Hanf – THC-Pharm macht es vor!

In Oberrad sitzt die Firma THC-Pharm, welche bereits seit 20 Jahren Medikamente aus Cannabinoiden herstellen. Tourette, Epilepsie, Asthma und auch multiple Sklerose gehören zu den Krankheitsbildern, die mit ihren Medikamenten behandelt werden können. Zu den Patienten gehören viele Schwerkrankte, die gewissermaßen schon austherapiert waren. Mit 10.000 Kunden ist die Liste länger, als die der Patienten mit Sondergenehmigung.

Holger Rönitz ist Manager bei THC-Pharm und hat eine klare Meinung zu Cannabis. Er möchte freiere Regeln zur Verwendung als Medikament. Zudem sieht er eine Gefahr, da in vielen Debatten der private Konsum und der medizinische Nutzen im Gleichklang behandelt werden. Ein ausführliches Interview mit dem Medikamentenhersteller hat die FAZ geführt.

Apple öffnet sich für Marihuana!

Dieses Mal ist es kein Staat, der sich für die Freigabe entscheidet, sondern ein Unternehmen. Aber wir sind uns wohl einig, dass Apple für viele Nutzer eine Vorbildfunktion hat. Damit hat die Öffnung eine Signalwirkung. Aber wofür öffnet sich das Technikunternehmen mit dem Apfellogo überhaupt? Laut einer Meldung von Chip sind diverse Cannabis-Apps jetzt in 23 US-Staaten legal, ebenso wie die Pflanze.

Zum Download steht die Marhuana-App MassRoots auch in Deutschland und wird dabei als Community für Cannabis beworben.

In Amerikas Hauptstadt ist das Kiffen erlaubt!

Spätestens jetzt wird die Legalisierungs-Politik in Amerika nicht mehr aufzuhalten sein. Der US-Kongress ließ eine Frist verstreichen, in der hätte noch Einspruch eingereicht werden können. Dadurch ist der Anbau und der Konsum in Washington und im District of Columbia jetzt legal. Im November 2014 sprachen sich 70 Prozent der Einwohner für eine Legalisierung aus.

In weiteren fünf Staaten wird ein ähnliches Vorgehen vorbereitet. In einem Artikel der Welt wird die derzeitige Situation beleuchtet. Dabei werden sowohl positive Aspekte, als auch Befürchtungen der Anti-Legalisierungs-Organisation DeForest Rathbone beleuchtet.

Jamaika erlaubt den Cannabis-Konsum!

Vielfach glauben die Leute, dass Kiffen in Jamaika sowieso legal sei. Falsch gedacht! Erst jetzt wird die Drogenpolitik der aktuellen Situation angepasst. Beim Konsum von Kleinstmengen erfolgt nun keine Festnahme mehr. Bis zu 57 Gramm werden jetzt lediglich als Ordnungswidrigkeit eingestuft. Auf öffentlichen Plätzen ist das Rauchen aber weiterhin verboten.

Ein ewiger Streitpunkt, der tatsächlich seit 38 Jahren zwischen der Bevölkerung und der Politik existierte, ist damit beseitigt. Laut Angaben des Spiegel soll mit dieser Maßnahme jungen Männern geholfen werden, die häufig wegen eines einzelnen Fehltritts kriminalisiert wurden.

Münchener Politiker äußert sich zu Marihuana-Legalisierung

In Deutschland gehen die Uhren etwas anders als in Amerika und Jamaika. Die Grünen fordern in Bayern ebenfalls die Freigabe. Dies veranlasste Innenminister Joachim Herrmann den Mahner zu spielen und über falsch verstandene Liberalität zu berichten. Er hält eine Freigabe für „blanken Unsinn“.

Der Innenminister verweist in der Debatte auf ein akutes Problem. In Tschechien ist der Besitz von Chrystal-Meth keine Straftat. Seit diesem Zeitpunkt muss auch Bayern mit den Folgen dieser Entscheidung kämpfen. Eine Freigabe von Marihuana sieht er als Gefährdung der Jugend an, wie bei Merkur Online berichtet wird.

Diskussion zur Freigabe in Wiesbaden

In vielen deutschen Städten wird derzeit eine lebhafte Cannabis-Diskussion geführt, so auch in Wiesbaden. Suchthelfer argumentieren schon jetzt mit einer steigenden Anzahl von Abhängigen. Sie lernen die Droge in ihrem Arbeitsalltag kennen. Ihrer Meinung nach hätte es eine völlig falsche Signalwirkung Marihuana zu legalisieren.

Auch in dieser Diskussion, die von der FAZ zusammengefasst wurde, steht das Mahnen und Warnen im Vordergrund.

 

1 Kommentar

  • Hallo,
    es ist schade, dass in dem Artikel so mit indirekter Rede angefangen wird, dass komplett unter den Tisch fällt, dass es der Wählerwille war, der die Cannabis-Regulierung in den Bundesstaaten möglich gemacht hat, weg vom alleinigen Totalverbot hin zu einer offeneren Umgangsweise.

    Der Regierung selbst wäre das Thema doch weitestgehend egal bis hin zur Erhaltung des Bestehenden.

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